Ein kleines Land mit großer Vielfalt

Bezaubernde Küsten, kleine Inseln, luxuriöse Dörfer und wilde Natur in Montenegro.
reise. (VN-ber) Dicke Schneeflocken fallen vom Himmel, als ich am Flughafen Memmingen im April aus dem Fenster blicke. Während unser Flugzeug noch enteist wird, stelle ich mir bereits vor, wie ich eineinhalb Stunden später bei Sonnenschein und angenehmen 23 Grad in Podgorica aussteigen werde. Der perfekte Zeitpunkt für einen Ausflug in den Süden. Am Fluhafen in Montenegro warten bereits unser Guide Andri und Fahrer Miki, die uns all die Schönheiten des Landes zeigen möchten. Bereits hier können wir aus der Ferne die teils noch schneebedeckten Gipfel entdecken, während man an der Küste fast schon einen Sprung ins kristallklare Meer wagen könnte. Wie Fjorde ragen die Berge bis zum Wasser hinunter und bilden eine traumhafte Kulisse, die seinesgleichen im südlichen Europa sucht.
Von der Hauptstadt Podgorica fahren wir über die touristisch bedeutende Stadt Budva entlang der Küste bis zur Bucht von Tivat. Montenegro hat gerade einmal ein Sechstel der Größe Österreichs und lässt sich deshalb in relativ kurzer Zeit erkunden. Wer Zeit hat, sollte allerdings trotzdem länger bleiben, denn es gibt viel zu erleben. Während im Winter die Skigebiete mit günstigen Preisen locken, kann man im Sommer baden oder wandern. Der Norden des Landes bietet mit seiner berühmten, wildromantischen Tara-Schlucht außerdem die Möglichkeit zum Raften oder Kajaken.
Dass in Montenegro so langsam der Tourismus boomt ist überall erkennbar. Im ganzen Land wird investiert. Für die steigende Zahl an Touristen werden breitere Straßen und eine Autobahn gebaut. Private Investoren stampfen ganze Dörfer und Häfen aus dem Boden, wie etwa die Luštica Bay nur unweit der Stadt Tivat oder Porto Montenegro, an dessen Hafen sich in Zukunft die Luxusyachten ähnlich wie in St. Tropez reihen sollen. „Die Montenegriner sind stolz und zurückhaltend. Aus diesem Grund kommen auch Prominente sehr gerne zu uns, denn sie werden hier in Ruhe gelassen“, erzählt uns Andri, der für die nationale Tourismusorganisation arbeitet und sein Land liebt, das seit vielen Jahren den Euro als Währung hat, aber immer noch um die Aufnahme in die EU verhandelt. Ein paar Namen steckt er uns aber dann doch: „Brad Pitt und Angelina Jolie waren beispielsweise hier, bevor sie sich getrennt haben oder auch Dita Von Teese.“
Abends spazieren wir entlang der Promenade von Budva vom Hotel bis zum Restaurant. Während ich leise die Wellen rauschen höre und zwei Männer beobachte, die am Steg ihre Angeln auswerfen, um Fische zu fangen, denke ich kurz noch einmal an den Schnee zu Hause zurück, verwerfe den Gedanken aber nur kurz später, als das köstliche mediterrane