Reise / 22.09.2017 • 07:45 Uhr
Zahlreiche Festivals wie „The Fringe“ locken im August und September zwei Millionen Besucher nach Edinburgh. shutterstock
Zahlreiche Festivals wie „The Fringe“ locken im August und September zwei Millionen Besucher nach Edinburgh. shutterstock

Straßen vergnügen, haben einen guten Grund, da zu sein. „The Fringe“ ist in der Stadt. Aber nicht nur das. Rund zwei Millionen Menschen besuchen in den Monaten August und September eine Reihe von Festivals. Unter der Marke „Edinburgh Festival“ ziehen neben dem „Fringe“ auch das „Military Tattoo“, das größte Musikfestival Schottlands, sowie das „Jazz and Blues“ oder das Internationale Film Festival Scharen aus aller Welt an.

Nach dem Trubel der Großstadt sorgen die Glens, Lochs und blühende Heather für beschauliche Landschaften, wunderbare Ausblicke und noch mehr Ruhe. Die engen Täler in den Highlands, entlang der Seen oder Meeresbuchten, vorbei auf fast autoleeren, schmalen Straßen an den roten, mit Erika bewachsenen Hügeln sind das Schottland, das wir meinen. Wasser gibt es im Überfluss – am Meer und zwischen den Bergen. Die Freiheit, sich unterwegs die Route je nach Tageswunsch zu basteln, hat auch einen kleinen Haken. Es ist nicht ganz einfach, spontan eine passende Unterkunft zu finden. Das lernen wir schnell, als wir im „Tyndrum Inn“ gerade noch das letzte Zimmer ergattern.

Gegen Ende unserer kleinen Tour durch die Highlands wollen wir das „Braemar Royal Highland Gathering“ keinesfalls versäumen. Wettbewerbe im Werfen von Baumstämmen, Gewichten oder Steinen sowie Highland Dance und Dudelsack Bands locken Tausende Besucher in das Bergdorf. Die Queen und Mitglieder der königlichen Familie wohnen traditionell dem Spektakel bei, während ihrer Sommerfrische auf Balmoral Castle.

Auf dem Weg zur Insel Skye bleiben wir in Plockton hängen, mit wunderbaren Ausblicken auf Loch Carron. Lynn begrüßt uns in „The Haven“ sehr freundlich mit einer Tasse Tee und Shortbread. „Das hat mein Vater gemacht“, lässt sie uns wissen. Die Scones, Blueberry Muffins und ihr ganzes Frühstücksbuffet können ohne Übertreibung als einmalig bezeichnet werden. In diesem idyllischen Ort leben heute die rund 400 Bewohner mehr vom Tourismus als von der Fischerei. Palmenartige Bäume geben dem kleinen Dorf sein unverwechselbares Flair. Die Anreise ist von Inverness aus auch mit dem Zug möglich und damit nicht ganz so abenteuerlich wie die nach „The Ha’en“.