„Das Futter selbst anbauen“

03.10.2016 • 19:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bernhard Feistenauer: „Low Input im Einklang mit der Natur heißt Win-Win-Win-Situation für die Tiere, die Produzenten und Verbraucher.“
Bernhard Feistenauer: „Low Input im Einklang mit der Natur heißt Win-Win-Win-Situation für die Tiere, die Produzenten und Verbraucher.“

MEININGEN. Bernhard Feistenauer ist Lehrer an der Landesberufsschule Feldkirch im Fachbereich Elektrotechnik und hat 1991 den Betrieb vom Schwiegervater übernommen. 1995 stellte er auf Bio um und die Milchproduktion ein. Der Hof von Angelika und Bernhard Feistenauer ist ein Low-Input-Betrieb. Zur Energiegewinnung dient nicht nur die Photovoltaikanlage, sondern auf insgesamt 25 Hektar Fläche werden auf fünf Hektar Dinkel, auf drei Hektar Streue und auf eineinhalb Hektar Miscanthus, das sogenannte „Elefantengras“, angebaut. Es hat das höchste Trockensubstanzbildungsvermögen aller Energiepflanzen, braucht keine Düngung und das Erntegut ist sehr leicht und daher bodenschonend. Neben der thermischen Nutzung (Hackschnitzelheizung) ist Elefantengras bestens als Einstreu für Pferde und Rinder geeignet, als Mulchmaterial in Gärten hält es wegen der scharfen Fasern Schnecken fern.

Vielfalt und Eigenversorgung

Familie Feistenauer hat 20 Mutterkühe, 20 Kälber, einen Stier, zwei Pferde, einen Esel, Hühner und eine Katze. Die genetisch hornlosen Angus-Rinder sind im Sommer auf der Alp. Die Tiere können sich überall frei bewegen. Erst nach zehn Monaten werden die Kälber von den Kühen getrennt. Nur betriebseigenes Futter: Gras, Heu, Silage, Dinkelkleie und Gerste. Es gibt auch einen „Bäuerinnen-Garten“. 25 Hektar werden nachhaltig bewirtschaftet, alle Generationen helfen mit Freude mit, Tiere und Menschen sind glücklich.