Unermüdlicher Einsatz einer starken Frau

Spezial / 02.09.2019 • 22:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Bühne im Bregenzer Festspielhaus gehörte an diesem Abend der Obfrau von

Die Bühne im Bregenzer Festspielhaus gehörte an diesem Abend der Obfrau von „Geben für Leben“, Susanne Marosch.

Susanne Marosch wurde am Montagabend für ihr Engagement mit dem 50. Russ-Preis ausgezeichnet.

Ehrung „Ja … Wow!“ Susanne Marosch ist baff. Die 45-jährige Obfrau der Organisation „Geben für Leben“ hat soeben den 50. Dr.-Toni-und-Rosa-Russ-Preis und -Ring verliehen bekommen und freut sich einfach nur. Rasch findet sie aber die Worte wieder. Das Hauptaugenmerk ihrer kurzweiligen und humorvollen Dankesrede liegt aber nicht bei ihr. Selbst bei ihrer großen Ehrung denkt sie zunächst an andere. Wie in ihrem ganzen Leben.

Bereits in ihrem Ursprungsberuf Polizistin hat sich Susanne Marosch für andere Menschen, die Hilfe benötigen, eingesetzt. Sechs Jahre lang ging sie in Uniform, spezialisiert auf das Thema Gewalt in der Familie, als Jugendkontaktbeamtin und Organisatorin von Selbstverteidigungskursen für Frauen. Das Engagement ist familiär vererbt: Mutter Herlinde Marosch begründete „Geben für Leben“ im Jahr 1999 mit ihren Freundinnen Dagmar Ganahl und Melitta Mair. Dieses Engagement setzte Marosch fort. Eine Jury zeichnete sie nun dafür aus. Der Preis wird jedes Jahr von den bisherigen Preisträgern, der Herausgeberfamilie und der VN-Redaktion an Vorarlberger Persönlichkeiten verliehen, die dem Land und seinen Menschen wertvolle Dienste leisten. Die Jubiläumsveranstaltung fiel heuer mit dem Todestag von Dr. Toni Russ zusammen. „In dem halben Jahrhundert ist ein Reigen an privater Initiative entstanden, der an Nächstenliebe und positiver Energie seinesgleichen sucht“, betont Herausgeber und Verleger Eugen A. Russ in seiner Rede.

Vorarlberger Tugenden

Susanne Marosch formte aus der Anfangsidee eine österreichweit tätige Vereinigung der Lebensretter, sagt Russ: „Beispielloses Engagement, gepaart mit Vorarlberger Tugenden und einem großen Herz – das macht die Preisträgerin des 50. Russ-Preises aus.“

Als prädestinierte Preisträgerin würdigt Landeshauptmann Markus Wallner die 45-Jährige vor über 500 Gästen. Dort, wo staatliche Hilfe an die Grenzen stoßen würde, sei es wichtig, dass private Initiativen einspringen: „Geben für Leben ist eine dieser wertvollen Organisationen, die die Welt ein Stück weit besser machen“, sagt Wallner. „Susanne Marosch gehört zu jenen Persönlichkeiten, die nicht wegsehen, wenn geholfen werden muss, und die handeln, nicht nur reden.“

Marosch richtet sich an die Gäste: Wenn jeder im Saal mit seinem Wissen, seinem Netzwerk, seinem Geld oder seiner Zeit unterstützt, „dann können wir so viel erreichen“. Unter Applaus zählt sie diverse unterstützungswürdige Vorarlberger Organisationen auf. Wieder denkt sie auch an andere.

„Wenn alle hier im Saal eine Organisation unterstützen, können wir so viel erreichen.“

Zur Person

SUSANNE MAROSCH

baute den Verein „Geben für Leben“ zur österreichweite Leukämiehilfe aus

GEBOREN 1974

AUSBILDUNG Tourismusschule, Polizeischule

LAUFBAHN Polizistin, Unternehmerin, Personalmanagement, Vereinsobfrau

FAMILIE lebt mit Andreas Wassner in einer Partnerschaft