Marc Girardelli

Kommentar

Marc Girardelli

Gute Vorzeichen im Speedbereich

Sport / 08.12.2013 • 20:16 Uhr

Auch wenn das Speed-Opening in Amerika und Kanada für den Österreichischen Skiverband heuer ohne Sieg begonnen hat, sehe ich einen vielversprechenden Winter auf Österreich zukommen. Nach einer etwas holprigen Saison im letzten Jahr können wir auf eine wesentlich breitere und vor allem jüngere Basis bauen. Leute wie Otmar Striedinger tauchen aus dem Nichts auf und fahren ohne jeglichen Respekt vorne mit. Und genau das brauchen Teams, um sich selber weiterzuentwickeln und im Laufe der ersten Renn-wochen auf die maximale Kampfstärke zu treiben.

Denn alle wissen: Wer in dieser Saison im Februar gewinnt, lässt die Sieger vom Dezember vergessen. Trotzdem kämpfen alle bei den ersten Rennen um den Platz ganz oben. Und wer hätte erwartet, dass ausgerechnet das Chaos-Team des letzten Winters heuer schon Siege einheimst! Aus dem tiefen Tal der vergangenen Saison haben sich die Schweizer in Rekordzeit wieder hochgekämpft. Mit österreichischer Hilfe durch Rudi Huber, Ex-Rennsportchef bei Atomic und ehemaliger Konkurrent von mir, als ich die Schülerrennen noch für Österreich fuhr. Völlig überraschend für mich auch die starke Leistung von Beat Feuz, der durch eine Verletzung fast ein Bein verloren hatte. Kompliment.

Zur Abwechslung läuft es heuer bei den Frauen etwas weniger gut. Einzig Anna Fenninger scheint sich in den Speed-Bewerben im Kreis der Sieganwärterinnen zu bewegen. Sie war aber bisher nie eine Frühstarterin und konnte sich im Laufe der Saison immer steigern. Hoffen wir nur, dass auch sie die anderen ÖSV-Damen mitreißen kann, um dann die wichtigen Rennen zu gewinnen. Vor allem im kommenden Februar, wenn es um die Medaillen in Sotschi geht.