Marc Girardelli

Kommentar

Marc Girardelli

Wunder gibt es immer wieder

Sport / 07.02.2017 • 22:28 Uhr

Wer hätte sowas gedacht? Eine völlige Außenseiterin gewinnt souverän den Super-G und haucht dem ÖSV-Team das Selbstbewusstsein ein, das es schon so lange sucht. Nun hoffen wir, dass sich diese Glückssträhne noch weiter in die WM hineinzieht, vor allem bis zu den Herrenrennen. Die Abfahrt hat ja schon 2003 einen Michael Walchhofer groß gemacht und Hermann Maier hinter Eberharter als Weltmeister aus dem sportlichen Nirvana geholt. Wieso sollen wir diese Titel nicht verteidigen können? Nach den letzten Leistungen des Herren-Speedteams ist das allemal möglich. Die Strecke ist hier sehr vielfältig und hat einige technische Schwierigkeiten mit den ganzen Übergängen und auch dem extrem steilen und schnellen Starthang bei der Abfahrt.

Aber hier spielen auch die Betreuer eine wichtige Rolle, weil je nach Wetter und Pistenverhältnissen immer wieder die Linie verändert und angepasst werden muss. Das passiert auch während dem Rennen. Und es liegt am Trainer, dem Athleten, wenige Minuten bevor der startet, die richtige Information so zu übermitteln, dass er diese noch richtig verarbeiten kann. Und dazu muss der Trainer jeden Läufer in- und auswendig kennen und Fingerspitzengefühl beweisen.

Bei den Damen ist es hier fast identisch. Derselbe Hang und eine nur leicht abgeänderte Kurssetzung verlangen den Rennläuferinnen alles ab.

Auf alle Fälle dürfte die WM-Party vom Dienstag sicherlich das ganze ÖSV-Team beflügelt haben. Denn das braucht es auch, um den Medaillenregen, vom ÖSV-Präsidenten prognostiziert, in die Realität umzusetzen.

Nach den letzten Leistungen des Herren-Speedteams sind auch bei der WM in St. Moritz Medaillen möglich.

sport@vn.at