Entscheidung über Lipa fällt heute

Austria-Präsident Hubert Nagel lässt Zukunft des Trainers bis heute vormittag offen.
Lustenau „Große Entscheidungen wollen gut überlegt sein.“ Getreu diesem Motto ließ sich Austria- Lustenau-Präsident Hubert Nagel ganz viel Zeit um über die Zukunft von Trainer Andreas Lipa zu entscheiden. Auch deshalb, weil bei der 0:2-Cup-Niederlage bei ASKÖ Oedt nicht nur schlechte Dinge der Mannschaft sah – abgesehen vom Ausscheiden aus dem ÖFB-Cup-Bewerb. „Die erste Halbzeit war eigentlich sehr gut von der Mannschaft. Da hat sie sich enorm viele Chancen erarbeitet, wir hätten gut und gerne 4:0 führen müssen. Aber sobald irgend eine Kleinigkeit gegen uns läuft, wirft es die ganze Truppe aus der Bahn. Deshalb habe ich mir in den letzten beiden Tagen und Nächten meinen Kopf zerbrochen, wie ich in der Causa Andi Lipa entscheide“, erklärt der Präsident die Sachlage. Doch zu einer Entscheidung ist er nicht gekommen. Da half auch die spontan einberufene Vorstandsitzung gestern Abend nicht. Auf Nachfrage der Vorarlberger Nachrichten zu später Stunde konnte und wollte Nagel sich nicht festlegen, ob Lipa weiter Trainer der Austria bleibt oder nicht. Auch zu etwaigen Mehrheiten innerhalb des Vorstandes für oder gegen den Coach wollte er nicht Stellung nehmen. Nur so viel: „Heute um 10 Uhr am Vormittag wird es ein Gespräch mit Lipa geben. Bis dahin haben wir im Klub eine Entscheidung getroffen.“ Lipa selbst nimmt die derzeitigen Umstände gelassen auf – wie es seine Art ist, analysiert er die Sachlage: „Ich sehe es als ganz normalen Prozess im Fußball, dass man über einen Trainer diskutiert und ihn in Frage stellt, wenn die Ergebnisse nicht passen.“ Aber hinwerfen werde der gebürtige Wiener auf keinen Fall. Auch weil er trotz Ergebniskrise Fortschritte im Spiel seiner Mannschaft sah. Aktuell befindet sich die Mannschaft in Lindabrunn in Vorbereitung auf das Spiel am Freitag gegen Tabellenführer Wr. Neustadt. Lipa bereitet sich so auf die Partie vor, als ob er weiter auf der Trainerbank sitzen wird. „Das ist doch eine ganz klare Sache. Ich sehe mich als Trainer dieses Teams und meine Aufgabe ist es, es auf den nächsten Gegner einzustellen. Wenn man mir mitteilt, dies nicht mehr zu tun, werde ich es auch so akzeptieren. Nicht mehr und nicht weniger“, erklärt der 46-Jährige – mit dem Nachsatz: „Sollte dies der Fall sein, bin ich in Lustenau niemandem böse. Weil ich in Lustenau bis jetzt sehr viel lernen konnte – auch wenn es nicht läuft.“