Gymnaestrada und der fürstliche Glanz

Das Weltturnfest 2019 mit knapp 22.000 Teilnehmern aus 62 Nationen wirft seine Schatten voraus.
Vaduz Völkerverbindend werden ab 7. Juli kommenden Jahres in Dornbirn und Umgebung nicht nur die Turndarbietungen und die geselligen Events bei der Weltgymnaestrada durch die Teilnehmer untereinander sein – auch die Veranstalter sind international unterwegs. Vorarlberg hat schließlich nicht zum ersten Mal bei derartigen Ereignissen einen verlässlichen Partner jenseits der Landesgrenze: das Fürstentum Liechtenstein.
„Herausragende Beziehungen“
So wie schon bei der Weltgymnaestrada 2007 oder bei den Winterjugendspielen EYOF 2015 im Montafon kommt die Jugend der Welt auch kommendes Jahr in den Genuss von fürstlichem Glanz. Das Fürstentum Liechtenstein wird als Gastland-Partner seinen Beitrag zum weltgrößten Breitensport-Event leisten.
„Es ist dies ein Ausdruck unserer herausragenden Beziehungen“, fasste der stellvertretende Liechtensteiner Regierungschef Daniel Risch die Partnerschaft Vorarlberg-Liechtenstein in Worte.
Da das Jahr der zweiten Weltgymnaestrada in Vorarlberg mit dem 300-jährigen Geburtstag des Fürstentums zusammenfällt, werden die Nachbarn exakt 300 Teilnehmer zum Weltturnfest über der Grenze entsenden. Optisch präsent wird das Fürstentum auf dem Messegelände in Dornbirn mit einem Liechtenstein-Pavillon sein. Dieser soll sowohl ein Informationspunkt als auch ein kulinarischer Hotspot sein. Auch wird es bei der Großveranstaltung wieder einen Liechtensteiner Tag (8. Juli) geben. Darüber hinaus bietet Liechtenstein den Besuchern ein touristisches Programm.
Die Begeisterung
Voller Freude sieht Schul- und Sportlandesrätin Barbara Schöbi-Fink dem Megaevent entgegen. „Wir haben bereits 2007 bewiesen, dass wir es können. Deshalb ist die Wahl für den Austragungsort auch zum zweiten Mal auf Dornbirn gefallen. Die Gymnaestrada war damals gut für die Umsetzung von Infrastrukturprojekten. Denken wir an den Verkehr, den Umbau des Campus Dornbirn oder den Umbau der Ballsporthalle. Und hinter all dem stand die Begeisterung.“ Stolz darf die Chefin des Organisationskomittees Marie-Louise Hinterauer vermelden, „dass Dornbirn neben der Metropole Berlin der zweite Ort ist, wo die Weltgymnaestrada zwei Mal zu Gast gewesen sein wird“.
Voll im Plan
Die Vorbereitungen sind laut Hinterauer voll im Plan. „Wir haben 62 Nationen mit über 21.000 Teilnehmern dabei. Sechs Länder stellen dabei 50 Prozent dieser Teilnehmer.“ Wie schon vor elf Jahren ist die Schweiz mit 3158 Aktiven die Nation mit den meisten Gymnasten.
Als Caterer wird das Unternehmen Seidel die Versorgung der zahlreichen Gäste übernehmen. „Es werden täglich 16.000 Mittagessen zubereitet werden. Dabei gibt es immer ein Fleisch- sowie ein vegetarisches Gericht“, berichtet Hinterauer. Hochbetrieb herrscht zur Gymnaestrada-Zeit auch wieder in den Schulen. So werden in 96 Bildungsstätten des Landes nicht weniger als 17.000 Teilnehmer untergebracht.