Meilenstein für Vorarlbergs Fußball

Sport / 06.06.2018 • 21:32 Uhr
Teamchefs wie Marcel Koller (l.) durfte Andreas Kopf in der Mehrerau begrüßen.VN
Teamchefs wie Marcel Koller (l.) durfte Andreas Kopf in der Mehrerau begrüßen.VN

Fußballverband VFV mit Weichenstellung für noch mehr Professionalität im Nachwuchsbereich.

Bregenz 15 Jahre schaukelte er das „Werkl“ quasi im Alleingang, jetzt freut er sich auf einen neuen Aufgabenbereich. 2003 hatte er die Agenden des sportlichen Leiters des damaligen BNZ Vorarlberg in Kombination als Trainer zweier BNZ-Mannschaften und des Sportlichen Leiters im VFV übernommen. Jetzt erhält der nunmehrige Sportdirektor des Vorarlberger Fußballverbandes „Verstärkung“ in der Umsetzung der Aufgaben für den Nachwuchsbereich. Andreas Kopf (50) wird sich als solcher verbandsintern künftig vor allem den Themen Trainerausbildung, Landesauswahlen, LAZ Vorstufe und Breitensportprojekten wie „Mädchen an den Ball“ widmen. „Es war anfangs nicht ganz so leicht, loszulassen“, blickt Kopf zurück. So sei es letztendlich eine Entscheidung „aus dem Bauch heraus gewesen“, sich für diesen Aufgabenbereich zu entscheiden. Deshalb sucht der Verband nunmehr einen Leiter für die Fußballakademie in der Mehrerau, aber auch einen Koordinator für das Projekt Kinderfußball. Auf den neuen AKA-Chef wartet laut Kopf neben der sportlichen und organisatorischen Führung der drei AKA-Mannschaften – U-15, U-16, U-18 – auch die Führung der beiden LAZ Feldkirch und Bregenz sowie die Schulkooperation am PG Mehrerau. Der Aufbau der Landesakademie, verbunden mit der Neugestaltung der Talenteförderung, war ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit von Kopf. „Der Aufgabenbereich ist in den vergangenen Jahren angewachsen“, sagt Kopf. Für ihn ist der nunmehrige Schritt ein logischer, um eine Weiterentwicklung zu garantieren. Deshalb sieht er die Aufgabenteilung als „große Chance“ für den heimischen Fußballnachwuchs. Zwar erfüllt es den ehemaligen Fußballer Kopf mit Stolz, dass gut 70 Spieler in all den Jahren zumindest den Sprung in den Profibereich wagten, dennoch ortet er noch brachliegendes Potenzial. Vor allem in der individuellen Betreuung könne nun ein weiterer Schritt in Sachen Professionalität gemacht werden. VN-cha

„Die neue Struktur ist nur ein logischer Schritt des gewachsenen Aufgabengebiets.“

Fußball

Spieler aus der AKA Vorarlberg, die es in die höchsten Spielklassen geschafft haben, nach Jahrgängen sortiert (ab 2000/2001)

1983

Sebastian Brandner (SCR Altach), Roman Ellensohn (Austria Lustenau)

1984

Ramazan Özcan (Bayer 04 Leverkusen), Thomas Pekala (SW Bregenz), Osman Bozkurt (SC Wr. Neustadt), Dursun Karatay (Austria Lustenau, SCR Altach)

1985

Dario Baldauf (Wolfsberger AC), Philipp Netzer (SCR Altach), Mario Bolter (SW Bregenz), Ulrich Winkler (SW Bregenz), Michael Liendl (Wolfsberg)

1986

Piero Minoretti (FC Lustenau), Harun Erbek (SV Ried), Martin Kobras (SCR Altach), Patrick Seeger (SCR Altach), Patrick Scherrer (SCR Altach), Murad Gerdi (Duhok FC/Irak)

1988

Georg Margreitter (1. FC Nürnberg), Matth8ias Koch (SCR Altach), Ridwan Saglam (Anadolu Selcukluspor/Türkei)

1989

Andreas Simma (SCR Altach), Metin Batir (FC Lustenau), Manuel Honeck (Austria Lustenau), Lukas Neunteufl (Red Bull Juniors), Gilles Ganahl (SCR Altach)

1990

Kevin Fend (SV Grödig), Jan Zwischenbrugger (SCR Altach), Benedikt Zech (SCR Altach), Elias Kircher (SCR Altach)

1991

Marcel Büchel (Hellas Verona), Sandro Gotal (Dinamo Brest), Aaron Kircher (SCR Altach), Manuel Sutter (FC St. Gallen)

1992

Julian Erhart (SCR Altach), Christoph Domig (SCR Altach), Marco Summer (FC St. Gallen)

1993

Dejan Stojanovic (FC St. Gallen), Julian Rupp (FC Lustenau), Seifeddin Chabbi (Sturm Graz), Marco Stark (Austria Wien), Daniel Krenn (SCR Altach)

1994

Reuf Durakovic (SV Ried), Lukas Jäger (SCR Altach), Simon Kühne (Austria Lustenau), Lukas Hefel (Austria Lustenau)

1995

Stefan Umjenovic (SCR Altach)

1996

Felipe Dorta (SCR Altach), Lucas Bundschuh (Wattens), Nicolas Mohr (SCR Altach)

1997

Fabian Gmeiner (Twente Enschede), Benjamin Kaufmann (Austria Lustenau), Maximilian Moser (Austria Lustenau), Marcel Canadi (Austria Lustenau), Bojan Avramovic Austria Lustenau)

1998

Filip Rettig (RB Leipzig), Ceyhun Tüccar (SK Rapid), Florian Prirsch (SK Rapid), Anes Omerovic (Aston Villa), Nicolai Bösch (Austria Lustenau)

1999

Valentino Müller (SCR Altach), Daniel Nussbaumer (SCR Altach), Johannes Tartarotti (SCR Altach), Darijo Grujcic (Austria Lustenau), Leonardo Zottele (1. FC Nürnberg), Maurice Mathis (1860 München)

2000

Ogulcan Bekar (FC Liefering)

2001

Lars Nussbaumer (SCR Altach), Amir Abdijanovic (VfL Wolfsburg)