Schritt für Schritt nach vorne arbeiten

Sport / 25.03.2019 • 21:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Tamira Paszek plant spätestens in Wimbledon Rückkehr auf große Tennisbühne.

Dornbirn Mit dem Einzug ins Viertelfinale bzw. in die Vorschlussrunde bei zwei mit 15.000 Dollar dotierten ITF-Hartplatzturnieren in Sharm El Sheik darf sich Tamira Paszek nach der fast einjährigen Zwangspause über ein gelungenes Comeback auf den Tennisplatz freuen. Trotz der momentanen Glücksgefühle und der positiven Eindrücke zu Beginn ihrer Comebacktour will die 28-jährige Dornbirnerin die Teilerfolge nicht überbewerten und den Ball weiter flach halten: „Ich setze mich nicht zusätzlich unter Druck, blicke von Spiel zu Spiel und versuche mein Bestes zu geben. Nach so einer langen Durststrecke versuche ich, jeden Moment zu genießen und bin einfach nur glücklich“, betonte die ehemalige Nummer 26 der Weltrangliste (Anm.: Februar 2013) nüchtern und fokussiert.

Kein Druck bezüglich Ranking

„Natürlich waren viele erfreuliche Aspekte dabei, doch ich bin seit meinem zwölften Lebensjahr in Sachen Tennis unterwegs und habe aufgrund meiner Erkrankungen und Verletzungen in den letzten Jahren auch die Kehrseite kennengelernt. Die erzwungene Tennis-Abs­tinenz hat mich gelehrt, das Ganze aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Ich will weiter den Weg der kleinen Schritte beibehalten. Ob es am Ende wieder ganz nach vorne reicht, wird man sehen. Doch vorerst gilt meine Konzentration den nächsten Turnieren und nicht dem, was vielleicht sein könnte“, erklärt die ehemalige Nummer 26 der Weltrangliste (Anm.: Februar 2013). Da die Wimbledon-Viertelfinalistin der Jahre 2011 und 2012 aktuell immer noch ein geschütztes Ranking hat, muss sie sich bezüglich Weltrangliste keinen Druck machen. „Wenn ich so wie bei den beiden Turnieren in Ägypten und möglicherweise kommende Woche bei einem 25.000er-Turnier in Portugal eine Wildcard erhalte, kommt das maximal noch bei zwölf Turnieren anwendbare Protected Ranking nicht zum Tragen“, erklärt Paszek.

Wimbledon fix eingeplant

Zumindest bis zum Beginn der Rasenturniersaison will Paszek diesen Weg beibehalten. „Solange ich die Möglichkeit dazu habe, werde ich diesen Weg gehen.“

Spätestens wenn die Turniere auf Paszeks Lieblingbelag beginnen, will die Dornbirnern auf die große Tennisbühne zurückkehren. „Ich habe Wimbledon fix in meinem Plan. Aktuell stehe ich auf Position 19, dies wäre gleichbedeutend mit der fixen Teilnahme an der Qualifikation. Ob ich bereits davor vorher Gebrauch mache, steht noch nicht fest.“

In Bundesliga beim TC Dornbirn

Gut möglich ist, dass Paszek zuvor noch in Vorarlberg zu sehen ist. Erstmals im Verlauf ihrer Karriere ist sie bei ihrem Heimatklub TC Dornbirn in der Mitte Mai beginnenden zweiten Tennis-Bundesliga gemeldet. „Man hat mich schon in den letzten Jahren gefragt, ob ich bereit dazu wäre. Doch ich wollte nicht nur auf der Liste stehen und dann nicht spielen. Priorität hat aber weiter ganz klar meine eigene Karriere, doch wenn es sich ausgeht, bin ich gerne bereit. Es wäre auf jeden Fall schön, wenn es sich ausgehen würde.“