Nationalteam als Highlight für Bremen-Legionärin Sabrina Horvat

Sport / 04.04.2019 • 14:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sabrina Horvat (Mitte) hofft auf viele Einsatzminuten im Nationalteam. Hepberger

Die Höchsterin kämpft sich nach überstandener Verletzung wieder zurück.

Bad Tatzmannsdorf Das Debüt im österreichischen Frauen-Nationalteam überstrahlt die ersten drei Monate des neuen Jahres bei Vorarlbergs Fußballerin des Jahres 2018. Ein knappes Jahr wartete Sabrina Horvat seit ihrer ersten Einberufung auf diesen Moment, als sie im Rahmen des Zypern Cups vor gut einem Monat gegen die Slowakei zum ersten Mal ins ÖFB-Teamtrikot schlüpfen durfte. „Es war für mich ein unglaublicher Moment, auf den ich lange gewartet habe, und ist natürlich ein Traum, dass ich mit 21 Jahren das Debüt feiern durfte“, blickt die Höchsterin im Gespräch mit den „VN“ nochmals zurück. Zwar musste sie bereits nach 30 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden, doch es war zum Glück keine schlimmere Verletzung.

Endlich wieder beschwerdefrei

Denn diese hatte sie erst kurz zuvor überstanden. Anfang Jahr machten ihr Beschwerden im Schienbein zu schaffen, die sich am Ende als Knochenhautreizung herausstellten. Mehrere Wochen konnte die Bremen-Legionärin nicht am Mannschaftstraining teilnehmen und musste individuelle Einheiten absolvieren. „Es war zum Glück keine schlimmere Verletzung, aber sie hat mich dennoch immer wieder aus dem Rhythmus geworfen.“ Seit einem Monat ist die Defensivallrounderin wieder beschwerdefrei. Nachwehen spürt sie aber dennoch. Denn aufgrund der Tatsache, dass sie einen wichtigen Teil der Vorbereitung auf die Frühjahrssaison verpasst hatte, muss sie sich aktuell wieder in die Stammelf zurückkämpfen. „Der Zeitpunkt war für mich natürlich nicht ideal, aber ich werde mich jetzt wieder voll reinbeißen, damit ich bald wieder von Beginn an auflaufen kann.“

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Liga halten. Wie wir das schaffen, ist egal.“

Sabrina Horvat, Spielerin SV Werder Bremen

Jede erfahrene Kraft ist bei Werder Bremen in der aktuellen Situation gefragt. Denn die Norddeutschen befinden sich in der Bundesliga mitten im Abstiegskampf. „Unser Ziel ist klar, wir wollen die Liga halten. Dabei ist es mir auch egal, wie wir das schaffen, wichtig ist nur, dass es gelingt“, findet Horvat klare Worte. Und die ersten Spiele im neuen Jahr geben viel Mut, dass die Grün-Weißen ihr Ziel erreichen können. Vier Punkte aus den ersten vier Partien gab es in der Rückrunde bereits. „Es ist wichtig, in dieser Phase Punkte zu holen und das am besten in jedem Spiel.“

Fokus voll auf Abstiegskampf

Aktuell verschwendet die Unterländerin keine Gedanken daran, wie es mit ihr nach dieser Saison weitergeht. Der Fokus liegt voll und ganz auf dem Abstiegskampf. Eine Rolle könnte dabei auch das Ergebnis spielen, in welcher Liga die Bremer Frauen im kommenden Jahr spielen. Auf jeden Fall wäre sie gerne regelmäßig beim Nationalteam dabei. Denn dort startet im September die EM-Qualifikation. „Wir wollen uns für die EM qualifizieren, das hat oberste Priorität“, hat die amtierende Fußballerin des Jahres ein klares Ziel vor Augen. Zunächst heißt es aber im Freundschaftsspiel gegen Schweden am kommenden Dienstag (19.10 Uhr, Maria Enzersdorf) viele Erkenntnisse für die bevorstehende Qualifikationskampagne zu sammeln. Und darauf bereitet sich Horvat mit den Nationalteamkolleginnen aktuell intensiv vor. FLO