Vaduz wurde für Manuel Sutter ein positiver Neuanfang

Sport / 10.05.2019 • 11:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Beim FC Vaduz kann Manuel Sutter wieder jubeln. Michael Zanghellini
Beim FC Vaduz kann Manuel Sutter wieder jubeln. Michael Zanghellini

Der Wolfurter Stürmer fühlt sich in Vaduz wohl und trifft wieder.

Vaduz Es ist ein breites Lächeln, das der Wolfurter Manuel Sutter beim Gespräch mit den VN zeigt. Nachdem er sich im Herbst bei Winterthur nicht mehr wohlgefühlt hat, kehrte er zu seinem Ex-Klub zurück und stand im Frühling in jedem Spiel auf dem Platz. „Es war für mich keine einfache Zeit in Winterthur. Nach der Operation am Außenmeniskus im Frühjahr 2018 verlängerte ich meinen Vertrag um ein Jahr und kam in der Folge nur mehr zu Kurzeinsätzen“, blickt der 28-jährige Stürmer zurück. Als im Winter das Angebot des FC Vaduz kam, musste er keine Sekunde überlegen und nutzte die sich bietende Chance. „Ich war immer wieder mit ehemaligen Mitspielern und den Verantwortlichen in Kontakt und wusste, dass, wenn sie mich wollten, ich sofort zusagen würde.“

Gesagt, getan

Seit dem Winter schnürt der Wolfurter bei den Liechtensteinern in der zweithöchsten Schweizer Liga die Schuhe. Bereits zwischen 2013 und 2016 war er über der Grenze aktiv und schaffte gleich in seiner ersten Saison den Aufstieg in die Super League. Neben dem Aufstieg mit Vaduz und St. Gallen zählt er den Cupsieg mit Winterthur gegen die Berner Young Boys zu seinen persönlichen Highlights in seiner bisherigen Laufbahn. Nach 33 Einsätzen mit Vaduz in der höchsten Liga zog es ihn dann nach Winterthur, wo er bis zu seiner Verletzung zum Stammkader zählte. Nun will er in Liechtenstein den positiven Trend fortsetzen. Nicht nur die durchschnittlich 75 Einsatzminuten in den 13 Spielen im Frühjahr, sondern auch seine zwei Treffer zeugen von der positiven Tendenz. Das erste Mal traf er Anfang April beim 1:1-Remis gegen Wil. Es war sein erster Ligatreffer seit dem 4. November 2017. „Natürlich ist es für einen Stürmer schön, wenn er trifft. Es war eine schwierige Phase für mich, aber ich habe nie an mir gezweifelt.“ Dennoch, es läuft nicht alles rund beim Zweitligisten.

„Ich will hier eine gute Zeit erleben und natürlich noch einige Tore erzielen.“

Manuel Sutter, Stürmer FC Vaduz

Noch immer schwebt das Abstiegsgespenst über dem Rheinpark-Stadion. Nicht mehr so nah wie vor dem 2:1-Auswärtssieg in Chiasso, dank dem man vier Runden vor Saisonende acht Zähler Vorsprung auf die Tessiner hat. „Wir hatten nach den drei enttäuschenden Leistungen eine Aussprache im Team und haben in Chiasso dann auch eine gute Reaktion gezeigt“, weiß der Linksfuß. Mit Ruhm bekleckert hat man sich im Frühjahr dennoch nicht, denn im Cup besiegte man den Sechstligisten Ruggell nur knapp mit 3:2. Dank dem 47. Cuperfolg spielen die Residenzler im Sommer wieder in der EL-Qualifikation. Doch so weit nach vorn will Manuel Sutter noch gar nicht blicken. Bereits am Samstagabend kommt es in Vaduz zum Duell mit seinem Ex-Verein Winterthur. Da hofft er zusammen mit seinen Teamkollegen, das Abstiegsgespenst endgültig über die Landesgrenze schicken zu können. HFL

Alle Daten zu Manuel Sutter gibt es hier nachzulesen.