Cashpoint Arena wächst zu einem Schmuckkästchen – für Altach ist Klassenerhalt zum Greifen nah

Sport / 11.05.2019 • 06:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Noch ist die Cashpoint Arena eine Baustelle, doch schön langsam entwickelt sich das Fußball- und Trainingszentrum, gleichsam wie die Mannschaft. Hartinger
Noch ist die Cashpoint Arena eine Baustelle, doch schön langsam entwickelt sich das Fußball- und Trainingszentrum, gleichsam wie die Mannschaft. Hartinger

Mit einem Sieg gegen die Admira wäre alles klar, auch ein Unentschieden könnte reichen.

Altach „Es ist eigentlich jede Woche dasselbe, vielleicht schon ein wenig langweilig“, bleibt sich Altach-Coach Alex Pastoor auch vor dem heutigen Heimspiel gegen die Admira (17 Uhr) treu. Unspektakulär wirkt der 52-jährige Niederländer, gleichzeitig aber auch mit einem trockenen Humor („Ich weiß ungefähr, wer wo steht“, als Antwort auf die Frage, ob er inzwischen auf die Tabelle schaut) ausgestattet und mit klaren und verständlichen Vorgaben, deren Einhaltung er von den Spielern fordert. Ordnung zu halten, zu jeder Zeit, und das Kreieren von Chancen sind die Maxime des Trainers, den alle so gerne über die Saison hinaus in Altach sehen würden. „Vielleicht sollten wir mal den Klassenerhalt abwarten“, entzieht er sich gerne ein wenig kryptisch der Frage nach seinem Verbleib.

„Wir sind keine Kinder und auch keine Amateure, also ist jeden Tag Leistung gefragt.“

Alex Pastoor, Trainer Cashpoint SCR Altach


Lieber spricht er über seine Spieler, die Mannschaft und die Energie für die kommenden Aufgaben. Jedenfalls sieht er gute Chancen auf einen Sieg, wenn die Organisation am Platz stimmt. Deshalb sieht er während der Woche genau hin. Vor allem auch bei Spielern, die im Moment ganz knapp an der Stammelf sind. „Wir brauchen alle.“ Mehr zu tun sei ihre Aufgabe, weil ihnen eben die Matchpraxis fehle. „Jeder soll jeden Tag Leistung bringen“, sagt er klipp und klar. Deshalb scheue er sich auch nicht vor Wechseln. Das ist bislang vor allem auf der Ersatzbank passiert. Die Spieler aber scheinen zu spüren, dass es dem Trainer diesbezüglich ernst ist. „Wir sind keine Kinder und auch keine Amateure, also muss man jeden Tag leisten.“
Für einen wie Emanuel Schreiner ist Leistung kein Fremdwort. Der 30-Jährige ist es gewohnt, sich Saison für Saison wieder in die Mannschaft zurückzukämpfen. Der Oberösterreicher ist nun schon die sechste Saison in Altach und gehört zu jenem Dutzend, inklusive dem zurückgetretenen Hannes Aigner, die schon 100 oder mehr Bundesligaspiele in den Beinen haben. Dass sein Vertrag im Sommer ausläuft, dürfe, so der Trainer, kein Problem darstellen. „Mein Gedanke ist, dass wir alle bis Saisonende unter Vertrag stehen. Da geht es schließlich nicht um den Einzelnen, sondern um die Mannschaft und den Verein.“

Neues Mitglied

Seit dem vergangenem Wochenende gehört auch Torhüter Martin Kobras dem illustren Kreis der 100er beim Cashpoint SCR Altach an. In Mattersburg hütete der 32-Jährige zum 100. Mal in der Bundesliga das Tor der Rheindörfler. Spiel Nummer 101 könnte für den „Lautsprecher der Mannschaft“ (Schreiner: „Kobras gehört schon zu jenen, die auf dem Platz auch einmal laut werden können“) und seine Mitspieler endgültig den Befreiungsschlag bringen.

Martin Kobras gehört nun auch dem Hunderterklub an. gepa
Martin Kobras gehört nun auch dem Hunderterklub an. gepa

Fakt ist: Die Cashpoint Arena ist derzeit die größere Baustelle als die Mannschaft. Die hat sich unter Pastoor sichtlich stabilisiert. Die baulichen und sportlichen Maßnahmen scheinen zu fruchten. Dabei fehlen mit Philipp Netzer (33) und Andreas Lienhart (31) zwei Routiniers. Beide sollten nächste Woche wieder dabei sein können. Auch Joshua Gatt (27) ist nun schon sieben Spieltage lang weg vom Fenster.