Zum Jubiläum von Austria-Trainer Gernot Plassnegger kommt der Titelanwärter nach Lustenau

17.05.2019 • 04:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nicht auf der Tribüne, sondern auf der Trainerbank ist heute der Arbeitsplatz von Austria-Coach Gernot Plassnegger. GEPA

Gegen Ried bestreitet der Steirer sein 50. Liga-Spiel auf der Trainerbank.

Lustenau Erst gestern kehrte er vom UEFA-Pro-Lizenz-Kurs aus Lindabrunn zurück, heute feiert er sein Ligajubiläum auf der Trainerbank der Austria. Mit der SV Ried gastiert ausgerechnet der Tabellenführer und Titelanwärter Nummer eins beim 50. Ligaspiel von Gernot Plassnegger als Lustenaus Trainer im Planet-Pure-Stadion. Die Freude darüber ist dem 41-jährigen Steirer ins Gesicht geschrieben. „Etwas Schöneres als ein Flutlichtspiel im eigenen Stadion gibt es nicht für uns, und das gegen den Tabellenführer.“

„Wir haben genug Selbstvertrauen und wollen Ried Paroli bieten.“

Gernot Plassnegger, Trainer SC Austria Lustenau


In personeller Hinsicht muss der Coach möglicherweise ein wenig jonglieren. So sind Ronivaldo und Marcel Canadi etwas angeschlagen. „Roni will spielen und ich werde ihn sicherlich nicht bremsen, außer die Gefahr einer schweren Verletzung besteht.“ Auch mit Canadi rechnet er, wie auch mit Kevin Kunz und Maximilian Waack, die beide in der Trainingswoche ebenfalls kürzer traten.

Seit Oktober 2017

Am 13. Oktober 2017 hatte Plassnegger sein Debüt auf der Austria-Trainerbank mit einem 1:0-Sieg in Kapfenberg gefeiert. Insgesamt 21 Liga-Siege durfte er bejubeln, 15 Spiele wurden unter seiner Regie verloren. Der Aufwärtstrend der letzten Wochen schlägt sich aber auch in Zahlen nieder. Holte die Austria im Vorjahr in 36 Spielen 45 Punkte, so sind es in der laufenden Saison schon deren 43 bei bislang 26 Partien. Zudem sind die Grün-Weißen im eigenen Stadion seit acht Spielen ungeschlagen. Dagegen spricht lediglich die katastrophale Bilanz gegen das Team aus dem Innviertel. So wurden vier der letzten fünf Duelle verloren, eines endete Remis. Und: Der letzte Sieg liegt schon 15 (!) Jahre zurück, gelang am 1. Oktober 2004 (2004), in heimischer Umgebung. „Ried ist vom Kader her sicherlich am besten bestückt, sowohl qualitativ als auch quantitativ“, sagt Plassnegger. „Wir müssen den Gegner dennoch nicht fürchten. Wir haben genug Selbstvertrauen, um unser Spiel durchzuziehen. Wir wollen und werden Ried sicherlich Probleme bereiten.“ Das Jubiläum für den Trainer ist also der absolut beste Zeitpunkt, um erneut grün-weiße Fußballgeschichte zu schreiben.

Viel Lustenau steckt heute im Spitzenspiel

Er ist Snowboardcross-Junioren-Weltmeister, er ist der aktuelle SBX-Weltcupsieger und er hat Lustenauer Wurzeln. Die Rede ist von Alessandro „Izzy“ Hämmerle, der heute zusammen mit Bruder Luca beim Spiel in Lustenau sein und den Anstoß vornehmen wird. Sein Opa, Pius Hämmerle, hat mit seiner Frau Luise Jaretz über lange das „Tavern“ in Lustenau geführt und auf dem Austria-Platz selbst noch Bier und Wurst verkauft. Luise ist in weiterer Folge mit Sohn Hanno ins Montafon gezogen. „Izzy“ ist einer der drei Söhne von Hanno Hämmerle, neben Luca und Michael. „Ich freue mich, es ist ja eine schöne Aufgabe“, blickt der Weltcupsieger dem Fußballabend in Lustenau entgegen.
Lustenauer Wurzeln hat mit Pius Grabher auch ein Ried-Spieler. Der 25-Jährige erlebt gerade eine schwere Zeit, weil er kaum Einsätze erhält. Dennoch will Grabher seinen Vertrag bei den Innviertlern bis Sommer 2020 erfüllen. VN-tk

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