VN-Fußballexperte Dieter Alge: Selbstbewusster Auftritt der Altacher

Sport / 20.05.2019 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Es war eines der besseren Heimspiele des Cashpoint SCR Altach, die ich beim 3:1-Erfolg über den TSV Hartberg gesehen habe. Die Altacher Mannschaft, die in ihrem flexiblen 4-4-2-System startete, wirkte sehr selbstbewusst, locker und spielfreudig. Hartberg agierte in einem 4-2-3-1-System, was den Hausherren sichtbar entgegen kam. Mit der verdienten Führung durch den agilen Emanuel Schreiner passte auch das Ergebnis nach 15 gespielten Minuten. Auffallend: Altach war vor allem im Mittelfeld sehr beweglich. Immer wieder konnten sich Marco Meilinger, Manfred Fischer oder Schreiner mit ihrem guten Positionsspiel freilaufen und waren so von Hartbergs Defensive kaum zu halten.

Starkes Umschaltspiel

Nach rund 25 Minuten reagierte Hartberg-Trainer Markus Schopp auf die Überlegenheit der Altacher Elf und brachte den quirligen Zakaria Sanogo ins Mittelfeld. Ab diesem Zeitpunkt stellten die Steirer auf ein 4-4-2-System um und agierten fortan mit zwei Sturmspitzen. Die Altacher ließen sich dadurch nicht aus dem Rhythmus bringen und dominierten bis zum Pausenpfiff die Partie ganz klar. Altachs Kicker hatten im ersten Spielabschnitt die Vorgaben ihres Trainers Alex Pastoor – gutes Positionsspiel, eine gute Raumaufteilung sowie Ordnung am Platz – zu hundert Prozent erfüllen können.

Leider tat die Pause den Gästen besser als den Rheindörflern. Der Aufsteiger aus der Steiermark hatte plötzlich mehr Zugriff auf das Spiel und wäre durch Rajko Repp beinahe zum Ausgleich gekommen. Gut, dass Pastoor in dieser Phase mit Christian Gebauer und Felix Luckeneder ein Zeichen setzte und zwei frische Spieler auf das Spielfeld schickte. Zwar hatte der Gastgeber nicht mehr den Spielfluss und die Dominanz wie in der ersten Halbzeit, zeigte aber seine Stärken im Umschaltspiel. Nach Ballgewinn wurde pfeilschnell nach vorne gespielt und durch zwei schön herausgespielte Tore von Fischer und Gebauer der vierte Sieg in der Qualifikationsrunde fixiert.

Fazit: Der Trend der Altacher Mannschaft unter Coach Alex Pastoor ist klar zu erkennen und zeigt noch oben. Noch wichtiger für mich ist, dass einzelne Spieler, im Besonderen Meilinger, Fischer, Schreiner, Samuel Oum Gouet oder Mergim Berisha, einen großen Schritt nach vorne machten. Es ist also zu hoffen, dass die Vereinsverantwortlichen eine schnelle Trainerlösung finden, um auch in Zukunft den Altacher Fans einen herzhaften und erfrischenden Fußball wie gegen Hartberg bieten zu können.