DSV macht auf tapferes Schneiderlein

Sport / 01.09.2019 • 19:40 Uhr
DSV macht auf tapferes Schneiderlein

Dornbirner SV setzt Erfolgslauf in der VN.at-Eliteliga fort und gewinnt das siebte Spiel in Folge.

Dornbirn Vor der Partie sprach man von einem Spitzenspiel. Und es wurde auch eines. Denn beide Teams zeigten sich sehr offensiv und man spürte am Sportplatz Haselstauden von Beginn an, dass sowohl der DSV seine Serie ausbauen wollte als auch die Wolfurter eben diese brechen wollten. Der erste Durchgang gehörte aber eindeutig den Hausherren. Die Elf von DSV-Trainer Roman Ellensohn hatte bis auf eine Chance von Harun-Erbek (10.) alles unter Kontrolle. Der FC Wolfurt hielt aber mit allem dagegen. Dennoch gelang den Haselstaudern der verdiente Führungstreffer durch David Kovacec (23.), der einen Stanglpass vom auf der rechten Seite durchbrechenden Paul Hartmann eiskalt verwertete und Wolfurt-Goalie Laurin Godula keine Chance ließ.

Ein Angriff, ein Tor

Die Gäste aus der Hofsteiggemeinde fanden weiter kein Mittel, um den DSV zu gefährden. Kapitän Julian Birgfellner und Co. hatten immer das Heft in der Hand.

Bis auf einen

Angriff

der Elf von Wolfurt-Trai-

ner Joachim Baur kurz vor Pausenpfiff.

Einmal konnte sich Rechtsaussen Martin Schertler freispielen und seine wunderbare Flanke nutzte Erbek (44.) per Kopf zum Ausgleich. Somit ging es für die Gäste mit einem schmeichelhaften Remis in die Kabinen.

Eigentor bringt Entscheidung

Der zweite Durchgang bot den 650 Zuschauern alles, was ein Fußballspiel braucht. Beide Mannschaften agierten mit offenem Visier und es ergaben sich viele rassige Szenen und Torchancen auf beiden Seiten. Die Entscheidung brachte ein wunderbares Kopfballtor von Wolfurt-Verteidiger Aleksandar Djordjevic (68.) – aber zum Leidwesen der Baur-Elf ins eigene Tor. Der Verteidiger wuchtete einen Eckball von Dornbirns Julian Erhart unhaltbar per Seitenstange ins eigene Gehäuse. Doppelt bitter: Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Wolfurter besser im Spiel.

Stangenschuss von Erbek

In der Schlussphase warf die Baur-Truppe nochmal alles nach vorne und kam durch einen Freistoß von Erbek (84.) an die Stange sogar noch zur großen Ausgleichschance. Im Gegenzug ließ der DSV in Person von Jonas Gamper zwei Großchancen aus. Schlussendlich feierten die Haselstauder ihren siebten Sieg in Folge in der VN.at-Eliteliga. „Erste Halbzeit war richtig gut von uns, die zweite hat mir nicht gefallen. Aber da hat Wolfurt stark agiert. Am Ende haben wir den Sieg erzwungen. Sieben Siege in Folge, das ist kein Zufall mehr,“ erklärte DSV-Coach Roman Ellensohn nach dem Spiel. Die Gäste konnten dennoch erhobenen Hauptes nach Hause fahren, denn sie konnten die Mannschaft der Stunde mehr als nur fordern. „Schade, dass wir die erste Halbzeit verschlafen haben. Die zweite Halbzeit war in Ordnung, aktuell hat eben der DSV auch den Lauf und das Quäntchen Glück – und auch Qualität,“ so Wolfurt-Trainer Baur.

„Aktuell hat der DSV einen Lauf und das Quäntchen Glück – aber auch Qualität.“

„Am Ende haben wir den Sieg erzwungen. Sieben Siege in Folge, das ist kein Zufall mehr.“