Handball: Jubilar Schmid als Zeremonienmeister

Sport / 09.09.2019 • 13:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Handball: Jubilar Schmid als Zeremonienmeister
Der finale Freiwurf von Dominik Schmid findet durch die Abwehrreihe der Bozener den Weg ins Tor. GEPA

Alpla-HC-Hard-Kapitän fixiert an seinem 30. Geburtstag mit direktem Freiwurf 28:26-Sieg gegen Bozen und Aufstieg im Europacup.

Hard Dominik Schmid hat im Verlauf seiner Karriere schon viele wichtige Tore für den Alpla HC Hard geworfen. An den Treffer zum 28:26-Endstand im Rückspiel des EHF-Cups gegen den SSV Bozen wird sich der Kapitän des Alpla HC Hard aber noch lange Zeit und besonders gerne erinnern. Mit einem direkt verwandelten Freiwurf nach Ablauf der regulären Spielzeit fixierte er den 27. Harder Sieg im Europacup. Zugleich machte er sich an seinem 30. Geburtstag selbst das schönste Geschenk. „Man muss aber auch ehrlich sagen, dass dabei schon eine ordentliche Portion Glück dabei war. Normalerweise ist es fast nicht möglich, den Ball an der Mauer vorbei ins Tor zu bringen. Doch mein Wurf wurde von einem gegnerischen Spieler so abgefälscht, dass er dem Torhüter durch die Beine gesprungen ist.“

Ungewohnt hohe Fehlerquote

Wie schon bei der 23:24-Auswärtsniederlage vor einer Woche bekundeten die Roten Teufel vom Bodensee auch im Heimspiel gegen den fünffachen italienischen Meister große Probleme im Angriffsspiel. Die routinierten Südtiroler gingen rasch mit 4:1 (4.) in Führung und sahen sich erstmals in der 21. Minute im Rückstand (9:10). Eine ungewohnt hohe Quote an technischen Fehlern und unnötigen Torabschlüssen auf Seiten der Gastgeber sorgte dafür, dass die knapp 1200 Zuschauer in der Sporthalle am See keine hochklassige, dafür aber eine kampfbetonte Partie auf Augenhöhe bis zur letzten Sekunde zu sehen bekamen. „Wenn wir in der Phase nach dem 18:15 nicht so leichtfertig mit unseren Chancen umgegangen wären, wäre es am Ende nicht so dramatisch geworden“, erklärte Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner kritisch. „In Summe war es ein sehr glücklicher Sieg und Aufstieg. Letzte Saison haben wir gegen die OCI Lions in der Schlussphase den Ausgleich erhalten und sind an der Auswärtstorregel gescheitet und diesmal dürfen wir uns über einen Lucky Punch freuen.“

2002 bereits gegen Skjern gespielt

In der zweiten Runde des EHF-Cups Anfang Oktober trifft man auf das von Ex-ÖHB-Teamchef Patrekur Johannesson betreute dänische Spitzenteam Skjern. Es ist der zweite Vergleich gegen die Skandinavier: 2002 gab es im Achtelfinale des Challenge Cups ein 21:25 auswärts und ein 28:24 zu Hause.

EHF-Cup der Männer 2019/20 1. Qualifikationsrunde, Rückspiel

Alpla HC Hard – SSV Bozen (ITA) 28:26 (14:13)

Sporthalle am See, SR Argyridis/Mouttas (CYP)

Zweiminutenstrafen: 1 bzw. 3

Torfolge: 4. 1:4, 6. 4:4, 12. 7:8, 21. 10:9, 28. 11:12, 29. 13:12, 33. 15:13, 38. 18:15, 43. 18:18, 49. 20:21, 51. 22:23, 53. 23:24, 57. 26:25, 58. 26:26

Alpla HC Hard: Hurich, Doknic; Wurst, Dominik Schmid 6, Raschle 4, Manuel Schmid 1, Zivkovic 4, Poklar 1, Zmavc 3, Schwärzler, Knauth 4, Fetz, Weber 2, Zeiner 2/1, Schweighofer, Horvat 1

SSV Bozen: Martinatti, Volarevic; Starcevic, Sonnerer 2, Gufler 2, Viehweider, Sporcic 4, Halilkovic 4, Matha, Arcieri 1, Gaeta 5, Innerebner, Turkovic 8/3, Udovicic

Hinspiel (31. 8.): SSV Bozen (ITA) – Alpla HC Hard  24:23 (10:11)

Gesamt: 51:50 für den Alpla HC Hard – trifft als Sieger in der 2. Qualifikationsrunde am 5./6. 10. zu Hause bzw. 12./13. 10. auswärts auf Skjern Handbold (DEN)