Desolate Austria Lustenau verliert zuhause mit 0:1

Sport / 23.11.2019 • 17:15 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Austria bot bei der 0:1-Niederlage zuhause gegen SV Lafnitz eine ganz schwache Leistung. GEPA

Im letzten Heimspiel des Jahres lieferte die Austria ganz schwaches Spiel ab und unterliegt SV Lafnitz verdient mit 0:1.

Markus Krautberger

Lustenau Viel hatte man sich Lager der Austria Lustenau vor der Partie gegen SV Lafnitz vorgenommen. Dazu war der Wetter-Gott gnädig und lieferte bei 16 Grad Celsius perfekte Bedingungen für einen wunderbaren Fußballnachmittag. Doch die Heimischen wollten wohl nicht mitspielen. Denn was die Elf von Trainer Roman Mählich vor allem in der ersten Halbzeit ablieferten, war, milde ausgedrückt, Fußball zum Abgewöhnen. Null Bewegung im Spielaufbau, dazu haarsträubende Fehler im Aufbauspiel und die Körpersprache ließ in den ersten 45 Minuten absolut zu wünschen übrig. So kam es, wie es kommen musste. Die Gäste aus der Steiermark kamen billigst früh zur Führung. Nach einer Ecke für die Steirer konnte die Austria die Situation im eigenen Sechszehner nicht klären und nach einem Getümmel kam Bernd Kager (6.) zum Ball und ließ mit seinem Schuss aus kurzer Distanz Austria-Goalie Dominik Schierl keine Chance. Wer dachte, dass dies ein Weckruf für die Elf von Roman Mählich sei, irrte gewaltig. Genau einmal wurde man gefährlich, als Ronivaldo (30.) einen wunderbaren Paas von Christoph Freitag volley knapp am Gehäuse vorbei setzte. Das war es dann aber auch schon mit Möglichkeiten für die Hausherren im ersten Durchgang. Die Gäste hatten defensiv alles unter Kontrolle, und mit einem Pfeifkonzert verließ die Austria das Spielfeld nach dem Halbzeitpfiff Richtung Kabinen.

„Der Sieg war verdient. Weil wir vor allem in der ersten Halbzeit die stärkere Mannschaft waren.

Ferdinand Feldhofer, Trainer SV Lafnitz

Keine Besserung in zweiter Halbzeit

Der zweite Durchgang verlief nach dem gleichen Muster wie der erste. Wenig bis gar keine zusammenhängenden Ballstaffetten, wenig Bewegung und auf eine Halbchance mussten die 1400 Zuschauer im Planet Pure Stadion bis zur 73. Minute warten. Nach einem Corner kam der mitaufgerückte Austria-Verteidiger Dario Grujcic zum Kopfball, verfehlte das Tor aber klar. Zu allem Überfluss kassierte Mittelfeldmann Christoph Freitag noch die gelb-rote Karte (81.), als er sich nach einem Foul von Lafnitz-Spielmacher Lukas Fadinger zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Und das war es auch, was die Austria betrifft. Lafnitz verwaltete die Führung ohne großen Aufwand, hätte durch den eingewechselten Daniel Rosenbichler (90.) sogar noch auf 2:0 erhöhen müssen. Doch der Außenverteidiger traf nur dir Stange. Am Ende schlichen die Austria-Kicker rund um Kapitän Ronivaldo gesenkten Hauptes vom Spielfeld. Davor mussten sie aber noch den treuen Fans der Nordtribüne Rede und Antwort stehen.

Ronvivaldo und Co. erlebten im letzten Heimspiel des Jahres eine harte Bruchlandung. GEPA
Ronvivaldo und Co. erlebten im letzten Heimspiel des Jahres eine harte Bruchlandung. GEPA

Abschließend betrachtet erinnerte der Auftritt stark an den Start der Saison unter Gerniot Plassnegger, als die Mannschaft nie den Eindruck vermittelte, unbedingt gewinnen zu wollen. Unter Mählich war dies, nach der Auswärtsniederlage bei Amstetten, der schwächste Auftritt. Damit bleibt man in der Tabelle bei 20 Punkten hängen, rangiert auf dem neunten Platz der 2. Liga – nur mehr fünf Punkte von den Abstiegsplätzen entfernt.

Fussball, 2. Liga

15. Spieltag

Austria Lustenau – SV Licht-Loidl Lafnitz 0:1 (0:0)

Planet Pure Stadion, 1400 Zuschauer, SR Manuel Schüttengruber (OÖ)

Tor: 6. 0:1 Kager

Gelbe Karten: 7. Morys (Lustenau/Kritik), 32. Feldhofer (Lafnitz/Trainer), 42. Varga (Lafnitz/Foul), 45. Krainz (Lustenau/Foul), 60. Freitag (Lustenau/Foul), 81. Fadinger (Lafnitz/Foul), 89. Otter (Lafnitz/Foul)

Gelb-rote Karte: 81. Freitag (Lustenau/Tätlichkeit)

Austria Lustenau: Schierl; Lageder, Feyrer (20. Reithmeier), Grujcic, Pirkl; Krainz, Freitag; Ranacher, Mayer, Morys (77. Brown); Ronivaldo

SV Lafnitz: Zingl; Gschiel, Tomka, William, Otter; Kager, Lukovic; Schloffer (70. Entrup), Fadinger, Prohart (77. D. Rosenbichler); Varga (86. Rodler)