Handball EURO 2020: Ländle-Trommelwirbel in der ersten Reihe

Sport / 14.01.2020 • 14:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wolfgang Pendl und Stephan Salzmann unmittelbar vor Beginn der Auftaktpartie von Österreich gegen Tschechien. PRIVAT

Vorarlberger sorgen bei der EURO 2020 für lautstarke Unterstützung auf den Rängen.

Wien Nicht nur auf dem Spielfeld, auch auf den Zuschauerrängen ist Vorarlberg bei der EURO 2020 live vertreten. Seit vielen Jahren sind Mark Dorninger, Christoph Kalb und Norbert Breuß bei Großevents dabei uns sorgen mit ihren Trommeln und dem Megaphon für lautstarke Unterstützung. „Neben der Begeisterung für den Handballsport sind es die Kontakte zu gleichgesinnten Fans, die seit der Heim-EM in Linz entstanden sind und dank der sozialen Medien auch zwischen den Endrunden gepflegt werden“, erklärt Kalb stellvertretend.

Stilgerechtes Aussehen

Dass die Trommler aus dem Ländle stilgerecht bei ihren Auftritten das rot-weiß-rote Nationaltrikot und eine Lederhose tragen und sich die Landesfarben ins Gesicht schmieren hat ebenso Tradition wie die Tatsache, dass sie in der ersten Reihe sitzen und die Geschehnisse auf dem Spielfeld hautnah mitbekommen wollen. „Wenn wir richtig loslegen, steigt der Lärmpegel an. Trotz unserer Ohrstöpsel weiß jeder im Team, wenn er gefordert ist. Der Trommeltakt ist bei jedem von uns längst in Fleisch und Blut übergegangen und es bedarf keiner Kommandos, wenn es gilt, Vollgas zu geben“, so Dorninger.

Bei der 2020-Endrunde erhielt die eingeschworene Truppe Unterstützung von Wolfgang Pendl und Stephan Salzmann, wobei Letzterer aber gegen Nordmazedonien fehlte. „Wir sind ja allesamt keine Jungspunde mehr und haben eine Familie. Dadurch ist es nicht immer einfach mit der Terminplanung“, so Dorninger.

„Wir sind eine eingeschworene Truppe und geben jede Partie 60 Minuten Vollgas.“

Mark Dorninger, Fan bei der EURO 2020

Ein wesentlicher Vorteil gegenüber den vorangegangen Großevents war diesmal der Transport der Trommeln und die Sicherheitskontrollen: Christoph Kalb: „In der Zwischenzeit kennt und schätzt man uns beim Österreichischen Handballbund. Bei der Heim-EM in Wien haben wir in der Stadthalle einen eigenen Raum, in dem wir unsere Trommeln zwischen den Spielen deponieren können und sie nicht vom und ins Hotel mitschleppen müssen.“

Trotz der glühenden Begeisterung heißt es für die Vorarlberger nach der Vorrunde Abschied zu nehmen. Dorninger: „Wir sind alle berufstätig und haben nicht unbegrenzt Zeit. Dies ist natürlich doppelt bitter, wenn Österreich in die Hauptrunde einziehen würde. Ich bin überzeugt, dass sie es packen werden und es gibt sicher eine Möglichkeit, dass wir uns gemeinsam im Ländle eine Partie ansehen werden. Im Hintergrund dazu laufen bereits die Planungen für die EM 2022 in Ungarn und der Slowakei.“