In den Fußstapfen von Mama und Papa

Sport / 19.01.2020 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die beiden Olympiasiegerinnen aus dem Hause Salzgeber-Wachter, Mama Anita (l.) und Tochter Amanda. <span class="copyright">Stemer</span>
Die beiden Olympiasiegerinnen aus dem Hause Salzgeber-Wachter, Mama Anita (l.) und Tochter Amanda. Stemer

Goldenes Ski-Talent Amanda Salzgeber in Bartholomäberg gebührend empfangen.

BARTHOLOMÄBERG Große Aufregung herrschte am Samstagabend im Gemeindesaal von Bartholomäberg. Mit einer stimmungsvollen Feier wurde die frischgebackene Goldmedaillengewinnerin der Jugend-Winterolympiade in der Kombination, Amanda Salzgeber, in ihrer Heimatgemeinde willkommen geheißen. Unter dem Jubel zahlreicher Gäste betrat die 17-Jährige mit den drei von ihr gewonnenen Medaillen um den Hals den Saal. Die Nachwuchsläufer des Skiclubs Montafon unter Vorstand Thomas Amann standen mit Skistöcken Spalier, um die erfolgreiche Skisportlerin gebührend zu empfangen. Diese gab beim Interview auf der Bühne Einblick in ihr Seelenleben: „Als ich am ersten Tag um einige Hundertstel am Podest vorbeigeschrammt bin, war das ärgerlich.“ Ab da habe sie gewusst, dass sie noch mehr Gas geben müsse. Das tat die Sportgymnasiastin und errang nicht nur die Goldmedaille in der Kombination, sondern ließ noch zweimal Bronze im Riesentorlauf und im Teambewerb folgen. „Sie ist ein Vorbild für alle Sportler im Land. Talent allein reicht nicht aus, um schnell Ski zu fahren. Es bedeutet harte Arbeit, Training und vor allen Dingen Disziplin“, so der Präsident des Vorarlberger Skiverbands, Walter Hlebayna, während Bürgermeister Martin Vallaster nicht ohne Stolz verkündete, dass „Bartholomäberg das Dorf mit den meisten Olympiasiegerinnen in Vorarlberg ist“. Selbstverständlich wurde Mama Anita Salzgeber-Wachter zu den Erfolgen ihrer Tochter befragt und danach, wie sie als ehemalige Skirennläuferin die Rennen miterlebt habe. „Ich bin viel nervöser, wenn eine meiner Töchter fährt, als ich es selbst zu meiner aktiven Zeit war. Zuschauen kann ich gar nicht, ich verbringe die Zeit meist ganz aufgeregt im Restaurant, schaue auf die Uhr und denke mir, dass sie jetzt gefahren ist. Dann treffen wir uns im Ziel“, so die Kombinations-Olympiasiegerin von 1988.


Natürlich waren auch zahlreiche Politiker wie Sportlandesrätin Martina Rüscher, Martin Netzer vom Stand Montafon sowie Montafons Tourismuschef Manuel Bitschnau gekommen, um der sympathischen 17-Jährigen persönlich ihre Glückwünsche zu überbringen, ehe beim gemütlichen Teil des Abends die Harmoniemusik Bartholomäberg einige Musikstücke zum Besten gab und die Möglichkeit bestand, ein Foto mit der frisch gekürten Jugendolympiasiegerin zu machen. VN-JS, STR