Deshalb ist SW Bregenz beim Fußballfest Außenseiter

Sport / 09.09.2020 • 13:00 Uhr
Deshalb ist SW Bregenz beim Fußballfest Außenseiter
Trotz beschränkter Trainingsmöglichkeiten versuchte Michael Pelko, seine Mannschaft so gut wie möglich einzustellen. VN/STIPLOVSEK

Dennoch hat der Klub aus der VN.at-Eliteliga sich für das Cupmatch gegen FC RB Salzburg am Mittwoch um 20.25 Uhr viel vorgenommen.

Bregenz Die mit Abstand beste Mannschaft Österreichs, Red Bull Salzburg, gastiert heute in der Vorarlberger Landeshauptstadt. Mit einem klaren Auftrag: Aufstieg in die zweite ÖFB-Cup-Runde. Ob bei den Bullen aber alle Stars mit an Bord sind, ist wegen der kürzlich zu Ende gegangenen Nationalteam-Lehrgänge noch fraglich. Für den Gang in Runde zwei muss die Mannschaft von Trainer Jesse Marsch zunächst an SW Bregenz, Tabellenfünfter der VN.at-Eliteliga, vorbei. Für diese sind die Mozartstädter ein übermächtiger Gegner, ist doch deren Erfolgsliste lang. Sechs Cupsiege in den letzten sieben Jahren, sieben Meistertitel in Folge und in der Vorsaison die erstmalige Teilnahme an der UEFA Champions League.

„Wir wollen gegen Salzburg Akzente setzen und ein achtbares Ergebnis erreichen.“

Michael Pelko, Trainer SW Bregenz

Etwas mehr als 1000 Eintrittskarten wurden bereits im Vorverkauf abgesetzt. Viele Bregenzer Vereinsmitglieder hoffen beim Spiel des Jahrzehnts auf ein ausverkauftes Stadion, laut Behörden sind 1250 Besucher zugelassen.

Training mit Einschränkungen

Zehn Tage nach der Absage des ursprünglichen Termins erfolgt also der zweite Anlauf zwischen Bregenz und Salzburg. Dennoch fand in den letzten Tagen bei den Bodenseestädtern nur ein reduziertes Training statt, neun Kicker, vor allem die Spieler aus Deutschland, waren bis Montag noch in häuslicher Isolation, während die anderen zehn Kaderspieler Trainingseinheiten absolvieren konnten. Neben der schwierigen Situation mit fehlendem gemeinsamem Training sind beim Heimteam auch noch ganze sechs Stammspieler, darunter Kapitän Simon Thurner, monatelang verletzungsbedingt außer Gefecht.
Nicht zuletzt deshalb zeigt sich Bregenz-Trainer Michael Pelko mit seinen Aussagen vor dem Spiel realitätsnah: „Ein Weiterkommen ist fast nicht möglich, meine Mannschaft und ich wollen das Highlight für den ganzen Verein und alle Spieler genießen und wollen zeigen, dass man in Bregenz auch Fußball spielen kann.“ Außerdem hoffe er, Akzente zu setzen, ein achtbares Ergebnis zu erreichen und die Zuschauer zu begeistern.

SW-Trainer Michael Pelko

Den Großen fordern

Laut Pelko liegt der Unterschied vor allem im Umschaltspiel, in dem die Gäste den Bregenzern wohl haushoch überlegen sein werden: „Wir müssen uns so gut wie möglich wehren, bei eigenem Ballbesitz in die Offensive spielen und bei Ballverlust schnellstmöglich mit viel Cleverness den Rückwärtsgang einlegen. Wir werden eine taktische Glanzleistung brauchen und alles in die Waagschale werfen müssen.“
Bei Salzburg könnte der Ex-Altacher Mergim Berisha (22), zuletzt Torschütze für Deutschlands U-21 beim 4:1-Sieg über Moldawien, in der Anfangsformation stehen. VN-tk