In Quarantäne statt auf der großen Bühne

Sport / 30.06.2021 • 15:30 Uhr
In Quarantäne statt auf der großen Bühne
Sportgymnasiast Lukas Lins verpasst zum dritten Mal in Folge ein Großereignis.

Ringer Lukas Lins verpasst als Covid-19-Kontaktperson die Junioren-EM.

Klaus Es ist nicht das erste Mal, dass Nachwuchsringer Lukas Lins vom KSK Klaus wegen der Auswirkungen der Coronapandemie einen herben Rückschlag hinnehmen muss. Nach den Absagen der Welt- und Europameisterschaft bei den Kadetten im Vorjahr muss der Freistilspezialist nun auch auf die Teilnahme an der in dieser Woche in Dortmund über die Bühne gehenden Junioren-EM verzichten. Obwohl der letzte Woche seinen 18. Geburtstag feiernde Lins selbst noch nie an Corona erkrankte oder einen positiven Test hatte, sitzt er als Kontakperson zu Hause in Isolation. Grund dafür ist ein positiven Fall eines Klassenkameraden am Sportgymnasium Dornbirn. „Die Gründe, warum ein gesunder Sportler deshalb nicht an einer EM teilnahmen darf, kann ich nicht nachvollziehen“, erklärt Martin Klien, ÖRSV-Vizepräsident Nachwuchs und oberster Funktionär im Vorarlberger Fachverband (RSVV). „Wir haben sämtliche Ressourcen ausgeschöpft und alles versucht, doch die Entscheidung blieb und wir müssen sie, so schwer es ist, akzeptieren. Was ich nicht verstehe, ist der Umstand, dass z. B. bei der Fußball-EM nur der betroffene Sportler, nicht aber die Teamkollegen in Quarantäne mussten“, betont Klien stellvertretend für seinen Neffen.

In Quarantäne statt auf der großen Bühne
Nach der Kadetten-WM und EM im Vorjahr verpasst Lukas Lins nun auch die Junioren-EM. ÖRSV

Zusätzlich für Gesprächsstoff sorgt der Umstand, dass Kampfrichter Stefan Lins (Anm. Vater von Lukas) und Nationaltrainer Dominic Peter aus Wolfurt, gleichzeitg der Heimtrainer von Lins beim KSK Klaus, bei der EM in Dortmund dabei sind. Lukas Lins selbst hofft, dass es nach drei vergeblichen Anläufen mit der Teilnahme an der Junioren-WM Mitte August in Russland klappt.