Lauterach spielte mit viel Herzblut, verlor aber dennoch

Sport / 16.07.2021 • 23:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lauterach spielte mit viel Herzblut, verlor aber dennoch
Lauterachs  Sani Musah (am Boden) im Duell gegen St. Pöltens George Davies. GEPA

In Unterzahl kassierte der Hofsteig-Klub in der ersten Runde im Uniqa ÖFB Cup gegen St. Pölten eine 0:5-Niederlage.

Lauterach Der Bundesligaabsteiger war zu Gast im Lauteracher Ried. Und obwohl St. Pölten bereits früh in Führung ging – Kapitän Christian Ramsebner verlängerte in der neunten Spielminute einen Freistoß aus dem Halbfeld per Kopf zum 0:1 – zeigte die Mannschaft von Ingo Hagspiel eine beherzte Leistung. In der Defensive spielten Christoph Fleisch und Christoph Kobleder ihre Routine aus, Ersatzkeeper Lukas Kusche konnte sich ebenfalls mehrfach auszeichnen.

„Dass uns die Kraft ausgehen wird, war klar. Die Jungs haben das bravourös gemacht.“

Ingo Hagspiel, Trainer intemann FC Lauterach

Fußball

Uniqa ÖFB Cup

1. Runde

Intemann FC Lauterach – SKN St. Pölten 0:5 (0:2)

Sportanlage Ried Lauterach, 500 Zuschauer, SR Pfister

Torfolge: 9. 0:1 Christian Ramsebner, 38. 0:2 Deni Alar, 66. 0:3 Michael Lang, 76. 0:4 Mario Vucenovic, 78. 0:5 Christoph Halper

Gelbe Karten: 50. Kasten (St. Pölten, Unsportlichkeit), 54. Salamon (St. Pölten), 62. Erath (Lauterach), 90. Gschweidl (St. Pölten/alle Foulspiel)

Gelb-Rote Karte: 44. Sani Musah (Lauterach, wiederholtes Foulspiel)

Intemann FC Lauterach (4-4-2): Kusche; Huber, Fleisch, Kobleder, Erath; Prantl (70. Kocabay), Musah, Avramovic (78. Özberk), Dietrich (62. Karakas); Martinovic (70. Djedovic), Kalkan (78. Gasovic)

SKN St. Pölten (3-4-3): Kasten; Ramsebner, Steinwender (79. Steinwender), Tomka; Lang (71. Keiblinger), Halper, Salamon (79. Messerer), Davies; Gschweidl, Alar (62. Vucenovic), Schütz (62. Barlov)

Nichtsdestotrotz: Die Elf von Neo-Trainer Helm war kaltschnäuziger: Auf einen Querschläger im Lauteracher Aufbauspiel folgte das Zuspiel auf Ex-Rapidler Deni Alar, welcher via Innenstange zum 2:0 (38.) einschob. „Auf dem Niveau kannst du dir sowas nicht erlauben, sie haben das ausgenützt. Aber mit Ruhm haben sie sich sicher nicht bekleckert“, bilanzierte Lauterachs Coach im Anschluss an die Partie. Spätestens mit der Gelb-Roten Karte für Sani Musah (44.), der zum wiederholten Male im Zweikampf zu spät kam, schien die Vorentscheidung gefallen zu sein.
Doch Lauterach zeigte sich auch in Unterzahl giftig, hielt gegen einen im Offensivdrittel wenig kreativen Gegner lange gut dagegen. „Die Jungs haben das bravourös gemacht“, zeigte sich Hagspiel zufrieden. Ein Traumtor von Lang sorgte noch für das 0:3, der eingewechselte Vucenovic (76.) und Halper aus der Distanz (78.) fixierten den St.-Pöltner-Cuperfolg, der am Ende doch recht klar ausfiel. „Dass uns irgendwann die Kraft ausgeht, war zu erwarten: Ich hätte gedacht, dass das früher passiert.“ Am Schluss seien sieben Lauteracher auf dem Platz gestanden, das sei sicher eine tolle Sache für den Verein. „Natürlich brauchen wir die Erfahrenen – aber es passiert was hier unten.“ FB