Generationenduell war ein Hundertstelkrimi

Sport / 15.01.2022 • 13:35 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Generationenduell war ein Hundertstelkrimi
Ein schon gewohntes Bild für Josef “Pepi” Strobl: Das Siegerinterview beim “Der Weiße Ring – das Rennen”. VN

Prächtiges Wetter, beste Pistenbedingungen und ein aggressiver Schnee – “Der Weiße Ring – das Rennen” 2022 geht in die Geschichte des Kultskirennens ein. Auch was der Kampf um die ersten Plätze betrifft, denn bei den Herren war es ein Hundertstelkrimi der Generation.

Lech Josef “Pepi” Strobl musste zittern, auch wenn er nach seiner Zieldurchfahrt schon wie der sichere Sieger aussah. Doch am Ende war es knapp, auch wenn der 47-jährige Tiroler im Ziel schon Siegerinterviews gab. Doch ein Vorarlberger forderte den ehemaligen Weltcupstarter und schrammte hauchdünn am ersten Sieg beim “Der Weiße Ring – das Rennen” vorbei. In Abwesenheit von Seriensieger Ricardo Rädler war es sein Skiclub-Kollege Marco Heidegger, der das Duell um den Sieg um wenige Hundertstel verfehlte. Der 22-Jährige aus Möggers, mit viel Erfahrung im Skicross, wurde in der Zeit von 1:01,11,76 Zweiter hinter Pepi Strobl, der in 1:01,11,03 seinen insgesamt vierten Sieg einfuhr. “Anstrengend”, meinte der rennerfahrene Strobl. Vor allem die neue Sektion bei der Balm-Alp forderte die Teilnehmer. Denn nach dem Ausstieg wartete ein Anstieg zu Fuß und eine forderndes Flachstück. Der Fußweg war der Sicherheit geschuldet, denn der Veranstalter sperrte den bequemen Weg über die Rolltreppe. Das Teilstück, vor der letzten Abfahrt zum Ziel am Schlegelkopf, wurde somit zu einer besonderen Herausforderung. Platz drei ging an den Wolfurter Mathias Gorbach (1:01,13,22), der wie Sieger Strobl für das Team Klimmer-Wohnbau Racing, an den Start ging. Erwähnenswert noch: Die Top 24 der Herren trennten am Ende nicht einmal eine Minute.

Perfekte Bedingungen

“Es hat einfach nur Spaß gemacht”, strahlte auch Olympiasieger Patrick Ortlieb im Ziel mit der Sonne um die Wette. Auch für den 54-Jährigen waren die Bedingungen einfach “traumhaft” und das Rennen selbst durch die Neutralisierung der Madlochstrecke “anstrengend”. Als Hausherr freute er sich auch über die perfekte Organisation des Rennens. Die Sicherheit der TeilnehmerInnen war oberste Gebot, nicht nur skitechnisch. In einer Zeit von 1:02,23,17 zeigte Ortlieb auch ohne Training Stehvermögen.

Die Rangliste des Rennens “Der Weiße Ring 2022” finden Sie hier.

Schnellste Dame war Paulina Wirth, deren Zeit in der Overall (Männer/Frauen) für Platz 25 gereicht hätte. In 1:02,11,40 raste die Montafonerin durchs Ziel. Dann hieß es warten für die 25-Jährige. Erst als Jana Gigele 1:02,15,55 und Julia Scheyer (1:02,42,56), Schwester von Weltcup-Speed-Ass Christine Scheyer, im Ziel waren, wollte Wirth die Gratulationen zum Sieg annehmen.

Spannung herrschte auch im Snowboard-Bewerb, wo die Top-Drei ebenfalls innerhalb einer Minute gestoppt wurden. Lange sah Manuel Ganahl (1:06,09,64) aus St. Anton im Montafon wie der sichere Sieger aus, ehe der Deutsche Maximilian Felix Wild (1:05,43,09) für die neue Bestzeit sorgte. Ganahl, ehemaliger Snowboardcrosser zu ISF-Zeiten, war dennoch zufrieden.

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Glückstrahlend im Ziel

Mit einem Lächeln im Gesicht kamen auch die Mitglieder des VN-VIP-Teams im Ziel an. Teamleader Gerhard Wagner (1:03,36,61) hatte mit seinen Tipps am Vortag des Rennes gute Arbeit geleistet. Andrea und Udo Nachbaur genossen die Fahrt ebenso wie Dagmar und Roman Fröhlich. “Es war wundervoll und alle sind gesund im Ziel”, war der Tenor des Quartetts. Und die Zeiten? Da herrschte ebenfalls Zufriedenheit unter den TeilnehmerInnen: Udo Nachbaur wurde in 1:04,30,69 gestoppt, während Andrea (1:07,08,72), Roman (1:07,27,12) und Dagmar (1:07,38,18) fast ident über die Ziellinie rasten.

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