„Die Wahnsinnigen“ vom Weißen Ring und der Plausch

Sport / 16.01.2022 • 18:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Viele Sieger, wie das VN-VIP-Team mit Udo und Andrea Nachbaur, Gerhard Wagner, Dagmar und Roman Fröhlich (großes Bild v. l.) oder Rekordmann Patrick Ortlieb (o. r.), Eberhard Wolf (Jahrgang 1941/r.) oder der Schnellste beim Rennen 2022: Josef „Pepi“ Strobl (Rundbild).Steurer/3, Lutz
Viele Sieger, wie das VN-VIP-Team mit Udo und Andrea Nachbaur, Gerhard Wagner, Dagmar und Roman Fröhlich (großes Bild v. l.) oder Rekordmann Patrick Ortlieb (o. r.), Eberhard Wolf (Jahrgang 1941/r.) oder der Schnellste beim Rennen 2022: Josef „Pepi“ Strobl (Rundbild).Steurer/3, Lutz

Zum „Maskenball im Schnee“ brachten sich die rund 700 Teilnehmer am Start in beste Stimmung.

Lech Die Kirchturmuhr in Lech zeigte gerade 9:15 Uhr, als die Sonne am Rüfikopf in den Startbereich schien und die Szenerie in ein Winterwunder verwandelte. Dabei hatte sich Platzsprecher Mike Medelko schon längst in Fahrt geredet. Viele Knie hatten da schon zu den heißen Rhythmen gewippt, mehrere Dutzend Teilnehmer sich mit flinken Schlittschuhschritten in das große Abenteuer bewegt. „Ihr Wahnsinnigen, seid alle willkommen“, heizte Medelko anständig ein. Es war für ihn überhaupt viel einfach nur „wahnsinnig“. Doch die wahnsinnig tolle Stimmung fegte tatsächlich bei einigen Startern die Nervosität weg.

So auch bei VN-Team-Starterin Andrea Nachbaur. „Ein bisschen aufgeregt bin ich schon“, gestattete sie kurz vor dem Start einen Einblick in ihr Innenleben. Doch kaum wurde sie gemeinsam mit den 19 anderen Teilnehmern ihrer Gruppe zum Start gerufen, war die Aufregung gewichen und der Spaß da. Im Startbereich verfolgte Hermann Fercher, Tourismuschef und Organisationsleiter aufmerksam das Großereignis. „Ich weiß natürlich, dass man fragen kann, warum so ein Rennen unter den gegebenen Umständen veranstaltet wird. Aber ich meine: Wir dürfen uns nicht ins Hemd machen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind streng und werden sehr genau kontrolliert. Wir dürfen uns nicht jeden Spaß nehmen lassen. Und wir machen das sehr verantwortungsvoll. Richtig wohl werde ich mich fühlen, wenn die Veranstaltung unfallfrei zu Ende geht.“ Die Disziplin der Teilnehmer vor dem Eintritt in die Gondel auf den Rüfikopf bis zum Start war beeindruckend. Keiner nahm seine Maske ab. Selbst im Startgelände taten das manche Skifahrer nur, um kurz die Nase zu putzen. Ein Security kam nicht umhin, die Starter zu loben. „Es gibt wirklich nichts zu beanstanden. Alle befolgen die Regeln.“

Perfekte Bedingungen

Und alle hatten eine Riesengaudi. Als Andrea Nachbaur nach anstrengenden 1:07:08 Stunden im Ziel abschwang, konnten sie und ihr Gatte Udo ihr Strahlen selbst durch die Maske nicht verstecken. Die Begeisterung teilten auch die restlichen Mitglieder des VN-Teams. Auch Dagmar und Roman Fröhlich. „Es war einfach perfekt“, freute sich Dagmar. „Organisation, Piste, Wetter. Grandios war das hier“, sekundierte Gatte Roman.

Dass der gesellige Teil des Weißen Ringes heuer ausfallen musste, trugen die Teilnehmer mit Fassung. „Der Sport bei diesen Bedingungen war es wert, hier teilgenommen zu haben“, waren sich nicht nur die Mitglieder des VN-Teams einig.