Aus, Schluss und vorbei

Sport / 18.01.2022 • 23:15 Uhr
EM-Rekordtorschütze Robert Weber musste sich in seinem 200. Länderspiel mit einem Tor begnügen. Zum Abschluss der EM-Endrunde gab es für Österreichs Handballer gegen Weißrussland mit 26:29 die dritte Niederlage. GEPA/REuters
EM-Rekordtorschütze Robert Weber musste sich in seinem 200. Länderspiel mit einem Tor begnügen. Zum Abschluss der EM-Endrunde gab es für Österreichs Handballer gegen Weißrussland mit 26:29 die dritte Niederlage. GEPA/REuters

Österreich beendet nach 26:29 gegen Weißrussland EM-Endrunde auf Rang 20.

Bratislava Wie schon 2018 bei der Endrunde in Kroatien muss Österreichs Handball-Männerteam auch bei der EURO 2022 in Ungarn und der Slowakei die Heimreise ohne Punktgewinn antreten. Nach dem 31:36 gegen Poeln und dem 29:34 gegen Deutschland musste man sich im dritten und letzten Gruppenspiel gegen Weißrussland mit 26:29 geschlagen geben und beendet die Endrunde auf dem 20. Platz unter 24 Teams.

Nach der schlechtesten Endplatzierung in der Geschichte bei der fünften EM-Teilnahme seit 2010 hat Österreich auch eine gute Ausgangslage für die kommende WM-Qualifikation verpasst und muss nun auf ein gutes Los in der Vorqualifikation Mitte März hoffen.

Führung leichtfertig vergeben

Die Startphase im insgesamt 25. EM-Spiel verlief aus rot-weiß-roter Sicht gut, auch ohne den am Vortag wegen Corona abgereisten Abwehrchef Lukas Herburger und den im ersten Auftaktspiel verletzten Rückraummann Lukas Hutecek. Bis zu vier Tore Vorsprung arbeitete man heraus (10:6/15. und 12:8/18.), brachte sich mit einigen Fehlern in der Offensive und einer neuerlich nicht überzeugenden Defensive aber bis zum 16:16-Pausenstand um die Früchte seiner Arbeit. Nach Wiederbeginn lag man mit 20:18 (40.) vorne, ehe die Weißrussen das Blatt wenden konnten, sich auf 27:24 (54.) absetzten und den Vorsprung ohne Probleme über die Zeit brachten. „Natürlich sind wir enttäuscht“, betonte ÖHB-Teamchef Ales Pajovic. „Wie schon in den vorangegangenen Partien haben wir die Partie 30 oder 40 Minuten offen gehalten. Doch ein Spiel dauert eben 60 Minuten. Vor der Pause liegen wir mit vier Toren vorne und geben den Vorsprung leichtfertig aus der Hand. Die Chance für ein versöhnliches Ende war da, doch wir haben sie nicht genützt.“ VN-JD

„Mit guten 30 oder 40 Minuten ist es schwer, auf diesem Niveau ein Spiel zu gewinnen.“