Rädlers Hoffen war umsonst

Sport / 21.01.2022 • 21:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Rädlers Hoffen war umsonst
Ariane Rädler muss weiter in Quarantäne bleiben.gepa

Speed-Queen aus Möggers gibt erneut positiven Covidtest ab und muss auch beim Super-G von Cortina zuschauen.

Cortina d‘Ampezzo Donnerstag elf Uhr vormittags: Erstes Abfahrtstrainining zum Damen-Klassiker auf der Tofana in Cortina D‘Ampezzo – und Ariane Rädler war nicht am Start. Klar, dass in Zeiten von Corona sofort Fragen bezüglich des Gesundheitszustandes der gebürtigen Bregenzerin aufkamen. Und tatsächlich: Die 26-Jährige gab am Montag bei der Einreise nach Italien einen positiven Covidtest ab. Daher die Absenz der Speed-Queen aus dem Ländle, die zuletzt in Zauchensee nicht nur mit dem dritten Platz beim Super-G, ihr erster Podestplatz der Karriere, glänzte, sondern auch in der Abfahrt mit Platz elf ihr bestes Ergebnis ihrer Laufbahn einfuhr.

Olympia nicht in Gefahr

Gestern hat Rädler die erste Möglichkeit sich freizutesten, doch erneut zeigte der Covidtest ein positives Ergebnis an. Bedeutet: Weiterhin Quarantäne in der Heimat Möggers statt Start im Super-G am Sonntag. Laut ÖSV geht es Rädler gut, sie hat über die gesamten Tage seit positiven Bescheids keine Symptome, fühlt sich topfit. Die Teilnahme an den Olympischen Spiele in Peking sind nicht in Gefahr. Die Entscheidung im Super-G fällt am 11. Februar, die in der Abfahrt am 15. Februar, bis zur Abreise nach China sollte Rädler einen negativen Test abgeben.
Für Cornelia Hütter, die ebenfalls am Montag einen positiven Covidtest abgab, verlief die Sache glimpflicher. Die Steirerin wurde gestern negativ getestet, darf am Sonntag beim Super-G (11.45 Uhr) teilnehmen.

Lokalmatadorin als Favoritin

Die Italienerin Sofia Goggia ist wieder in Form.<span class="copyright">gep</span><span class="copyright">a</span>
Die Italienerin Sofia Goggia ist wieder in Form.gepa

Sofia Goggia will ihre Speed-Vormachtstellung im alpinen Ski-Weltcup der Frauen zurück und eine neue Serie starten. Die Italienerin, die in der Vorwoche in Zauchensee gestürzt war, geht nach zwei Trainingsbestzeiten als Favoritin in die zwei Heimrennen in Cortina d‘Ampezzo. Den Anfang macht am Samstag (11.30 Uhr/live ORF 1) die Abfahrt. Im Abschlusstraining am Freitag meldete sich Stephanie Venier – als Fünfte beste Österreicherin – zurück.
Goggia verwies am Freitag die Norwegerin Ragnhild Mowinckel (+0,41 Sekunden) und die Schweizerin Michelle Gisin (+0,44) auf die weiteren Plätze. Venier lag 0,63 Sek. zurück, zweitbeste Österreicherin war Ramona Siebenhofer (+1,07) als Elfte.

Herausforderin Siebenhofer

Ramona Siebenhofer will in der Abfahrt von Cortina um den Sieg mitfahren.
Ramona Siebenhofer will in der Abfahrt von Cortina um den Sieg mitfahren.

Als chancenreichste Österreicherin gilt die zweifache Cortina-Siegerin Siebenhofer. Die Steirerin hatte vor drei Jahren binnen 24 Stunden zwei Abfahrten auf der Tofane-Piste gewonnen – ihre bis dato einzigen Weltcup-Siege. „Ich habe einiges probiert, da ist noch viel Platz. Ich bin nicht ans Limit gegangen“, meinte sie nach ihrer Fahrt. „Ich weiß, ich kann da herunter schnell sein und dass dann ein gutes Ergebnis herausschauen kann.“
In Zauchensee war Goggia unterwegs zu einem weiteren Abfahrtssieg, als sie die Kontrolle über ihre Ski verlor und im Netz landete. Etwas lädiert startete sie tags darauf im Super-G, musste sich mit Rang 19 begnügen. Vor ihrem Sturz hatte die 29-Jährige alle drei Abfahrten der Saison gewonnen. In ähnlicher Topform war sie schon vergangenes Jahr durch eine Fraktur des Schienbeinkopfes im rechten Knie gestoppt worden und hatte ihre Heim-WM in Cortina verpasst. „Beachtlich, dass sie nach ihrem Crash schon wieder so auf Angriff fährt“, meinte Siebenhofer. „Sie ist sicher die Topfavoritin.“