Fernduell um Meistertitel startet heute

Sport / 17.03.2022 • 19:02 Uhr

Austria Lustenau empfängt die Amateure von Rapid Wien.

Lustenau Der Vorsprung von Austria Lustenau auf den FAC Wien ist unter der Woche durch den 3:0-Sieg der Wiener über den Kapfenberger SV auf einen Punkt geschmolzen. Spätestens heute beginnt das Fernduell zwischen den Grün-Weißen und den Kickern des 23. Wiener Gemeindebezirks um den Meistertitel der 2. Liga und den damit verbundenen Aufstieg in die höchste österreichische Bundesliga. Das Momentum liegt vor dem Heimspiel der Austria gegen die Amateure von Rapid Wien beim FAC, der es am Samstag mit dem FC Liefering zu tun bekommt.

Cool bleiben

Während die Wiener von Erfolg zu Erfolg eilen – sechs Siege in Folge – mussten die Lustenauer zuletzt zwei Niederlagen einstecken. Ein Novum, zweimal am Stück verlor die Mannschaft von Austria-Trainer Markus Mader in dieser Saison noch nicht. Dennoch will man sich in der Stickergemeinde ob der Tabellensituation nicht verrückt machen lassen. Die 0:3-Klatsche in Innsbruck wurde analysiert, „die hat auch etwas länger gedauert, weil es viele Dinge anzusprechen galt. Aber seit Dienstag liegt der Fokus voll auf Rapids Amateuren.“ Von einem Pflichtsieg will Austrias Trainer nicht sprechen, „aber das Ziel ist klar: Wir spielen zuhause, wollen die Partie natürlich gewinnen und als Tabellenführer in die Länderspielpause gehen. Das ist unser Anspruch und dem stellen wir uns klar.“

Ob die Niederlage in Innsbruck Spuren in der Mannschaft hinterlassen hat, wird das Match heute zeigen. Brandon Baiye, Mittelfeldmotor der Austria, glaubt nicht an einen Bruch im Auftreten der Mannschaft. „Ich bin völlig cool, was dieses Thema angeht. Weil ich jeden Tag sehe, wie viel wir als Team in den Trainings investieren. Daher bin ich überzeugt, dass die letzte Niederlage keine Auswirkungen haben wird“, so der Belgier, der gegen Wacker in der 37. Minute vom Feld musste. „Das ist mir noch nicht passiert, war aber in dieser Situation völlig in Ordnung. Wir agieren als Mannschaft und an diesem Tag hat es eben mich erwischt, was auch verständlich war. Der Trainer wollte noch ein Zeichen setzen.“ Der 21-Jährige ist von der Qualität seiner Mannschaft und seinen Kollegen nach wie vor überzeugt: „Man darf nämlich nicht vergessen, wo wir herkommen. Letzte Saison war richtig schlecht, aber in dieser Saison haben wir uns als Einheit nach ganz oben gearbeitet. Deshalb werden wir als Einheit durch diese Talsohle hindurchgehen und wieder in die Spur finden.“

Veränderungen

Cheftrainer Mader wird gegen Rapids Amateure, die zuletzt neun Punkte aus vier Spielen machten, Veränderungen in der Startelf durchführen. Jean Hugonet muss aufgrund einer Gelbsperre ersetzt werden, zudem sollte Hakim Guenouche in die Startelf zurückkehren. Fix beginnen wird Bryan Teixeira, dazu findet sich Dribbelkünstler Wallace wieder im Kader: „Er hat super trainiert, hat es sich verdient“, so Mader, der auch an eine Systemänderung aufgrund der personellen Änderungen denkt.