Island kann kommen

Sport / 20.03.2022 • 21:33 Uhr
Ralf-Patrick Häusle zeigte auch in Estland eine bärenstarke Leistung und hatte großen Anteil am Aufstieg des Nationalteams.gepa
Ralf-Patrick Häusle zeigte auch in Estland eine bärenstarke Leistung und hatte großen Anteil am Aufstieg des Nationalteams.gepa

Österreich gewinnt in Estland und steht in nächster Quali-Runde.

Tallinn Österreichs Handball-Nationalteam hat die Pflichtaufgabe Estland am Ende souverän bewältigt, gewinnt in Tallin mit 27:24 (14:13) und trifft nun in der zweiten Play-off-Runde der WM-Qualifikation auf das Weltklasseteam aus Island. Am 13. April (ab 17.50 Uhr live ORF) kommt es in der Arena Rieden in Bregenz zum Aufeinandertreffen mit den Nordmännern. Das Rückspiel findet drei Tage später in Hafnarfjördur (Isl) statt.

Durchwachsen

Nach dem 35:33-Heimsieg in Bregenz über die Esten zeigte die Mannschaft von ÖHB-Trainer Ales Pajovic auch im Rückspiel eine über weite Strecken ähnliche Leistung. Starke Phasen wechselten mit Schwächeperioden ab, doch Lukas Herburger und Co. nahmen von der ersten Minute den Kampf um den Einzug in die nächste Runde an. „Wir wussten, dass beide Matches gegen Estland schwer sein würden. Dem Team gebührt großes Lob, dass es beide Spiele gewonnen hat. Die Abwehr, mit einem tollen Ralf-Patrick im Tor, war stark“, erklärte Pajovic nach Spielende.

Häusle Garant für den Erfolg

Der vom Teamchef angesprochene Ralf-Patrick Häusle, der sich mit seinen Paraden zum besten Spieler auf Seiten des ÖHB-Teams entwickelte, agierte von Start weg in absoluter Bestform. Die brauchte es auch, denn das Match war nichts für schwache Nerven, weil die Gastgeber über einen langen Zeitraum alles versuchten, den Zwei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel wettzumachen. Österreich hielt dagegen, vor allem Sebastian Frimmel präsentierte sich in Durchgang eins wurfsicher, machte sieben Treffer, davon vier sogar in Folge. Mit einem knappen 14:13 ging es in die Kabinen.

Vorfreude auf Island

Aus denen die Esten dann offensiver und mit mehr Tempo in die zweite Halbzeit starteten. Mit etwas Glück, Estlands Tormann Rasmus Ots scheiterte mit einem Wurf über das gesamte Spielfeld an der Latte (41./18:18), verhinderte man einen Rückstand.

Kurz danach legte das ÖHB-Team den Grundstein für den Sieg und Aufstieg. Von Minute 44 bis 53 war nämlich Häusle im Tor nicht zu bezwingen und machte so für seine Vorderleute den Weg frei, davonzuziehen. Sechs Minuten vor Spielende führte man 24:19, die Messe war gelesen, der Aufstieg fixiert. „Dafür, dass wir komplett neu aufgestellt sind als Team, haben wir insgesamt einen guten Job gemacht über die 120 Minuten gegen Estland. Jetzt freuen wir uns auf die Spiele gegen Island“, so ein glänzend aufgelegter Nikola Bilyk.

„Großes Lob an die Mannschaft, dass sie beide Spiele gewinnen konnte.“

28. Weltmeisterschaft der Männer 2023 in Polen und Schweden

Veranstaltungszeitraum:  12. bis 29. Jänner

Erste Play-off-Runde  

Estland – Österreich  24:27 (13:14)

Tallin, SR Madsen/Mortensen (DEN)

Hinspiel: 33:35 (16:15). Österreich mit dem Gesamtscore von 62:57 in der nächsten Runde.

Zweiminutenstrafen: 2 bzw. 4

Torfolge: 5. 2:1, 8. 2:5, 15. 4:6, 19. 6:6, 22. 8:9, 27. 10:13, 32. 15:15, 37. 16:18, 44. 19:19, 49. 19:22, 52. 19:23, 54. 19:24

Österreich: Häusle, Möstl; Weber 2, Frimmel 8, Dicker 2,

Herburger, Schweighofer 1, Mittendorfer 2, Damböck, Bilyk 5, Wagner 3, Stevanovic, Lastro 2, Miskovez 2, Katic

Estland: Priskus, Ots; Jaanimaa 5, Rooba 5, Patrail 4, Johannson 1, Sillaste 2, Celmins, Toom 4, Koks, Roosna 2, Mamporia, Lees, Varik, Löpp 1, Timmo

Die weiteren Partien:

Italien – Slowenien   21:28/28:29/49:57

Portugal – Schweiz   33:28/33:26/66:54

Bosnien&Herzegowina – Griechenland  28:26/24:17/52:43

Rumänien – Nordmazedonien  24:22/30:22/46:52

Israel – Litauen   27:25/28:24/55:49

Belgien – Slowakei  31:26/28:26/57:54

Ukraine – Finnland 0:20*, Faröer – Weißrussland 20:0* (beide strafverifiziert)

Legende: Fettgedruckt Gesamtscore und Aufsteiger

Zweite Play-off-Runde  

Sieger Österreich/Estland – Island 13. bzw. 16. April (16 Uhr) in Hafnarfjördur

Die weiteren Partien: Russland – Belgien, Finnland – Kroatien, Griechenland – Montenegro, Portugal – Niederlande, Slowenien – Serbien, Deutschland – Faröer, Tschechien – Nordmazedonien, Israel – Ungarn

Bereits fix qualifziert: Polen und Schweden (Ausrichter), Dänemark (Titelverteidiger) plus Spanien, Frankreich und Norwegen (EURO 2022)