Island kann kommen

Österreich gewinnt in Estland und steht in nächster Quali-Runde.
Tallinn Österreichs Handball-Nationalteam hat die Pflichtaufgabe Estland am Ende souverän bewältigt, gewinnt in Tallin mit 27:24 (14:13) und trifft nun in der zweiten Play-off-Runde der WM-Qualifikation auf das Weltklasseteam aus Island. Am 13. April (ab 17.50 Uhr live ORF) kommt es in der Arena Rieden in Bregenz zum Aufeinandertreffen mit den Nordmännern. Das Rückspiel findet drei Tage später in Hafnarfjördur (Isl) statt.
Durchwachsen
Nach dem 35:33-Heimsieg in Bregenz über die Esten zeigte die Mannschaft von ÖHB-Trainer Ales Pajovic auch im Rückspiel eine über weite Strecken ähnliche Leistung. Starke Phasen wechselten mit Schwächeperioden ab, doch Lukas Herburger und Co. nahmen von der ersten Minute den Kampf um den Einzug in die nächste Runde an. „Wir wussten, dass beide Matches gegen Estland schwer sein würden. Dem Team gebührt großes Lob, dass es beide Spiele gewonnen hat. Die Abwehr, mit einem tollen Ralf-Patrick im Tor, war stark“, erklärte Pajovic nach Spielende.
Häusle Garant für den Erfolg
Der vom Teamchef angesprochene Ralf-Patrick Häusle, der sich mit seinen Paraden zum besten Spieler auf Seiten des ÖHB-Teams entwickelte, agierte von Start weg in absoluter Bestform. Die brauchte es auch, denn das Match war nichts für schwache Nerven, weil die Gastgeber über einen langen Zeitraum alles versuchten, den Zwei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel wettzumachen. Österreich hielt dagegen, vor allem Sebastian Frimmel präsentierte sich in Durchgang eins wurfsicher, machte sieben Treffer, davon vier sogar in Folge. Mit einem knappen 14:13 ging es in die Kabinen.
Vorfreude auf Island
Aus denen die Esten dann offensiver und mit mehr Tempo in die zweite Halbzeit starteten. Mit etwas Glück, Estlands Tormann Rasmus Ots scheiterte mit einem Wurf über das gesamte Spielfeld an der Latte (41./18:18), verhinderte man einen Rückstand.
Kurz danach legte das ÖHB-Team den Grundstein für den Sieg und Aufstieg. Von Minute 44 bis 53 war nämlich Häusle im Tor nicht zu bezwingen und machte so für seine Vorderleute den Weg frei, davonzuziehen. Sechs Minuten vor Spielende führte man 24:19, die Messe war gelesen, der Aufstieg fixiert. „Dafür, dass wir komplett neu aufgestellt sind als Team, haben wir insgesamt einen guten Job gemacht über die 120 Minuten gegen Estland. Jetzt freuen wir uns auf die Spiele gegen Island“, so ein glänzend aufgelegter Nikola Bilyk.
„Großes Lob an die Mannschaft, dass sie beide Spiele gewinnen konnte.“
28. Weltmeisterschaft der Männer 2023 in Polen und Schweden
Veranstaltungszeitraum: 12. bis 29. Jänner
Erste Play-off-Runde
Estland – Österreich 24:27 (13:14)
Tallin, SR Madsen/Mortensen (DEN)
Hinspiel: 33:35 (16:15). Österreich mit dem Gesamtscore von 62:57 in der nächsten Runde.
Zweiminutenstrafen: 2 bzw. 4
Torfolge: 5. 2:1, 8. 2:5, 15. 4:6, 19. 6:6, 22. 8:9, 27. 10:13, 32. 15:15, 37. 16:18, 44. 19:19, 49. 19:22, 52. 19:23, 54. 19:24
Österreich: Häusle, Möstl; Weber 2, Frimmel 8, Dicker 2,
Herburger, Schweighofer 1, Mittendorfer 2, Damböck, Bilyk 5, Wagner 3, Stevanovic, Lastro 2, Miskovez 2, Katic
Estland: Priskus, Ots; Jaanimaa 5, Rooba 5, Patrail 4, Johannson 1, Sillaste 2, Celmins, Toom 4, Koks, Roosna 2, Mamporia, Lees, Varik, Löpp 1, Timmo
Die weiteren Partien:
Italien – Slowenien 21:28/28:29/49:57
Portugal – Schweiz 33:28/33:26/66:54
Bosnien&Herzegowina – Griechenland 28:26/24:17/52:43
Rumänien – Nordmazedonien 24:22/30:22/46:52
Israel – Litauen 27:25/28:24/55:49
Belgien – Slowakei 31:26/28:26/57:54
Ukraine – Finnland 0:20*, Faröer – Weißrussland 20:0* (beide strafverifiziert)
Legende: Fettgedruckt Gesamtscore und Aufsteiger
Zweite Play-off-Runde
Sieger Österreich/Estland – Island 13. bzw. 16. April (16 Uhr) in Hafnarfjördur
Die weiteren Partien: Russland – Belgien, Finnland – Kroatien, Griechenland – Montenegro, Portugal – Niederlande, Slowenien – Serbien, Deutschland – Faröer, Tschechien – Nordmazedonien, Israel – Ungarn
Bereits fix qualifziert: Polen und Schweden (Ausrichter), Dänemark (Titelverteidiger) plus Spanien, Frankreich und Norwegen (EURO 2022)