Die nächste bittere Niederlage

Sport / 09.04.2022 • 18:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der FC Dornbirn hatte in Wien kein Glück, verlor am Ende beim FAC mit 0:1.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Der FC Dornbirn hatte in Wien kein Glück, verlor am Ende beim FAC mit 0:1.gepa

Dornbirn muss sich gegen FAC durch späten Traumfreistoß mit 0:1 geschlagen geben.

Wien Elf Ligaspiele war der FAC Wien bereits ungeschlagen. Für den FC Dornbirn hätte die Aufgabe, Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu sammeln, kaum größer sein können, als im Auswärtsspiel in Wien.

„Es ist natürlich bitter, wenn wir so das Tor kriegen. Unverdient war das nicht, der FAC hatte genug Chancen. Gerade in der ersten Hälfte war es zu wenig von uns.“

Muhammet Akagündüz, Trainer FC Dornbirn

Torlos in die Pause

Das Geschehen auf dem Rasen präsentierte sich von Beginn an so, wie es die Tabellensituation vermuten ließ: Der FAC machte das Spiel, Dornbirn sah sich den ständigen Angriffswellen des Tabellenzweiten gegenüber. Bereits in der zweiten Spielminute wurde es ein erstes Mal so richtig brenzlig: Bei einer Flanke an den Fünfer wurde FAC-Sturmspitze Anthony Schmid alleine gelassen, Geburtstagskind Lucas Bundschuh konnte den Kopfball mit einer starken Reaktion noch zur Ecke abwehren.

Vor allem in den Zweikämpfen waren die Rothosen meist einen Schritt zu spät. Dass die Floridsdorfer nicht in Führung gingen, war vor allem der Tatsache geschuldet, dass diese nicht zwingend genug in ihren Angriffsbemühungen waren. Zudem hatte Dornbirn in manchen Situationen auch eine ordentliche Portion Glück. So konnte Bundschuh einen Schuss von Marcus Maier gerade noch abwehren (29.), der Nachschuss durch Thomas Komornyik ging vorbei. In der 36. Spielminute half dann auch die Querlatte mit: Aus gut 20 Metern sah der umtriebige Flavio das leere Tor – per Bogenlampe traf er aber nur Aluminium. Von Dornbirn hingegen kam offensiv nur wenig: Die beste Möglichkeit der ersten Hälfte – eine Direktabnahme von Amir Abdijanovic – verfehlte das Tor doch deutlich (44.).

Späte Entscheidung

Auch in der zweiten Halbzeit ging es in gewohnter Manier weiter. Der FAC probierte – und Dornbirn wehrte sich. Viele kleine Fouls ließen keinen wirklichen Spielfluss zu. Der FAC drängte auf den Führungstreffer. Doch immer wieder war es Bundschuh, der zur Stelle war. In der 62. Minute, als er einen Flavio-Abschluss aus dem Rückraum mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenkte. Und wenig später, als er einen Freistoß von Patrick Puchegger mit dem Fuß aus dem kurzen Eck kratzte (70.). Florian Prirsch tat es ihm gleich, als letzter Mann verhinderte er in Minute 77 auf der Linie das Gegentor.

Doch die Dornbirner Defensiv-Bemühungen wurden nicht belohnt. Ein perfekt getretener Freistoß fast von der Auslinie bescherte dem FAC den späten Siegtreffer (86.). So schön das Tor von Patrick Puchegger war – genießen konnten es nur die Gastgeber. „Es ist natürlich bitter, wenn wir so das Tor kriegen“, meinte Dornbirn-Coach Muhammet Akagündüz. Aber: „Unverdient war das nicht, der FAC hatte genug Chancen. Gerade in der ersten Hälfte war es zu wenig von uns.“ FB

Fussball, 2. Liga, 23. Spieltag

FAC Wien – FC Mohren Dornbirn 1913 1:0 (0:0)

FAC-Platz, 1125 Zuschauer, SR Ristoskov

Torfolge: 86. 1:0 Patrick Puchegger (Freistoß)

Gelbe Karten: 14. Cetin, 38. Jokic (beide Dornbirn, beide Foulspiel),43. Komornyik (FAC), 54. Nagler, 69. Prirsch, 81. Katnik, 84. Favali (alle Dornbirn, alle Foulspiel), 90. Gitsov (Trainer FAC/Kritik)

FAC Wien (4-1-4-1): Gütlbauer/3 – Becirovic/2 (80. Rechberger/0), Krainz/3, Puchegger/3, Maier/3; Krasniqi/2, Flavio dos Santos Dias/2 (88. Kvakic/0), Felber/3 (61. Mihajlovic/), Ungar/3 (80. Josic/0), Komornyik/3; Schmid/3

FC Mohren Dornbirn 1913 (4-4-2): Bundschuh/2 – Friedrich/3, Awassi/3, Jokic/3, Cetin/4 (53. Prirsch/3); Santin/4, Favali/3 (89. Lauf/0), Bauernfeind/4, Abdijanovic/3 (53. Nagler/3); Stefel/4, Mijic/4 (71. Katnik/0)

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