Rotenberger Ausrufezeichen

Sport / 24.07.2022 • 21:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Rotenberg durfte sich über einen verdienten 3:2-Sieg gegen Hohenems freuen.serra
Rotenberg durfte sich über einen verdienten 3:2-Sieg gegen Hohenems freuen.serra

Starke erste 45 Minuten bringen den Vorderwäldern 3:2-Sieg gegen Hohenems.

Langenegg Die Favoritenrolle wollte zwischen dem amtierenden Amateurmeister Rotenberg und den hoch gehandelten Hohenemsern niemand so richtig. Die Wahrheit liegt ohnehin auf dem Platz. Dort lieferte Rotenberg unglaublich starke 45 Minuten, ging mit 3:0 in die Pause. Hohenems kämpfte sich noch heran, die Elf von Jürgen Maccani siegte aber verdient mit 3:2.

Röser wirbelnd, Ems lethargisch

Von Beginn weg waren es die Rotenberger, die ordentlich Dampf machten. Rückkehrer Andreas Röser zeigte sich am linken Flügel gewohnt gefährlich, die erste Chance der Partie setzte er aber noch neben den Pfosten (7.). Doch Rotenberg presste weiter – und ging in Führung. Ein flacher Ball von Sebastian Inama in die Spitze wurde immer länger, Hohenems-Torwart Andre Breitfuss patzte beim Herauslaufen – und Marcel Steurer machte das Tor zum 1:0 (19.). „Mentalität – das ist wichtig im Fußball. Wenn wir im Moment ein Tor kriegen, ist das, wie wenn jemand stirbt. Die Jungs müssen verstehen, dass es weitergeht. Wir haben immer noch Zeit, ein Gegentor zu korrigieren“, benannte Hohenems-Coach Martin Brenner das Problem.

Denn Rotenberg spielte sich in weiterer Folge in einen Rausch, Hohenems fand überhaupt nicht ins Spiel. Eine Einzelaktion von Röser bescherte das 2:0: Er ließ zwei Hohenemser stehen und versenkte den Ball im langen Eck (32.). Dann wurde es kurz turbulent: Breitfuss fing einen langen Ball mit den Händen ab – allerdings vor dem Sechzehner. Mit der Gelben Karte war er noch gut bedient – der anschließende Freistoß führte aber zum 3:0. Kevin Bentele scheiterte zwar am Torhüter, Röser staubte aber trocken ab (35.). Mit dem 3:0 ging es in die Pause – und Liga-Mitfavorit Hohenems war damit noch gut bedient. „Die erste Halbzeit war super, da können wir auch 5:0 führen“, wusste auch Rotenberg-Trainer Maccani.

Das Erwachen kam zu spät

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Hausherren einen Gang zurück (Maccani: „Wir haben in der ersten Halbzeit viel Kraft liegen lassen“), Hohenems bekam etwas mehr Raum und Sicherheit. Martin Kobras hielt zwar in Minute 63 noch stark gegen Valentin Matkovic, zwei Minuten später kam Hohenems aber auf 3:1 heran. Pierre Nagler schlenzte einen direkten Freistoß unhaltbar in die Maschen. In der Schlussphase wurde es sogar noch richtig spannend: Andre Ganahl machte das 3:2, der eingewechselte Tamas Herbaly bediente ihn von der Grundlinie perfekt am zweiten Pfosten. Doch Rotenberg hatte die nötigen Nerven, um den Heimsieg über die Zeit zu bringen. „Fußball ist ein Fehlersport – ohne Fehler passieren keine Tore“, sagte Gäste-Coach Brenner. Diese Fehler gelte es jetzt zu analysieren. FB