Wieder ein Galic in Bregenz
Sohn von Bregenzer Handballlegende Darko Galic stellt sich bei SW Bregenz vor.
Bregenz Fällt in der Handballarena Rieden der Name Darko Galic, funkeln bei allen Erzählenden die Augen. Der Kroate war 1999 bis 2005 die Lichtgestalt des Bregenzer Handballs. Vier Meistertitel, drei Cupsiege holte der wurfgewaltige Rückraumspieler mit A1 Bregenz. 996 Tore erzielte Galic im Dress der Landeshauptstädter, heute noch die Nummer drei der ewigen Bestenliste. 127 Mal ließ er die Fans der Bregenzer im Derby gegen Alpla HC Hard jubeln, in insgesamt 32 Europacupspielen krachte es 167 Mal. Dazu wurde Galic österreichischer Staatsbürger und lief für das rot-weiß-rote Nationalteam auf. „Darko ist auf jeden Fall zu nennen, würde man eine Jahrhundertmannschaft von Bregenz zusammenstellen“, so VN-Handballexperte Jochen Dünser, der sich noch genau an den ersten Europacupsieg in der Bregenzer Vereinshistorie in Italien bei Prato erinnert: „Beim 24:23-Auswärtssieg erzielte Darko neun Tore und ebnete den Weg zum historischen Erfolg.“
Karrierestart
18 Jahre nach Galic Abgang soll nun Sohn Max seine Laufbahn in Bregenz starten. Aber nicht im Handball, sondern im Fußball. Der 19-jährige Stürmer mit Doppelstaatsbürgerschaft Kroatien/Österreich, am 23. Oktober 2003 im LKH Bregenz auf die Welt gekommen, absolviert heute ein Probetraining beim VN-Eliteligaklub SW Bregenz. Galic junior durchlief die Jugendabteilungen von NK Kustosija (2012 – 2017) und NK Zagreb (2017-2020), zuletzt war er bei NK Zagorec Krapina in der zweiten kroatischen Liga tätig. Das Probetraining unter Neo-SW-Coach Andi Heraf haben Ex-Bregenz-Kicker und Spielervermittler Jürgen Kauz gemeinsam mit Michael Sitte, lange im Vorstand des Bregenzer Traditionsvereins und nun Geschäftspartner von Kauz, eingefädelt. „Max hat alle Anlagen für eine Karriere im Fußball. 1,90 Meter groß, hervorragende Technik und Schnelligkeit machen ihn sicher zu einem Juwel. Ich kann mir gut vorstellen, dass Bregenz unter Heraf ein guter Boden für ihn ist.“
Heute kommt es aber nicht nur zum Comeback von Max in seiner Geburtsstadt, sondern auch Vater Darko gibt ein Stell-dich-ein und begleitet seinen Sohn. Passend, dass am Freitag, 20.15 Uhr das Länderspiel Österreich gegen die Schweiz in seiner ehemaligen Wirkungsstätte über die Bühne geht.

