Von der WM zum Weltcupentscheid

Sport / 03.03.2023 • 23:18 Uhr
Eva Pinkelnig glänzt nicht nur auf der Schanze, sondern auch am Ball. Gepa
Eva Pinkelnig glänzt nicht nur auf der Schanze, sondern auch am Ball. Gepa

Auf Eva Pinkelnig wartet ein spannender Kampf um Gelb.

Planica Nach dem Gewinn zweier WM-Silbermedaillen geht es für Österreichs Elite der Skispringerinnen in den nächsten Wochen noch um einiges. Eva Pinkelnig ist vor den letzten fünf Saisonbewerben Führende im Weltcup, ihr Vorsprung auf die deutsche Triple-Weltmeisterin Katharina Althaus beträgt 280 Punkte. Der Bonus im Nationencup auf die zweitplatzierten Deutschen beläuft sich auf 289 Zähler. Und dann ist da noch die Premiere des Frauen-Skifliegens am 19. März in Vikersund.

Pinkelnig könnte den Weltcup binnen maximal vier Tagen für sich entscheiden und zur Nachfolgerin von Teamkollegin Sara Marita Kramer werden. Nach einer bis nächsten Mittwoch angesetzten Pause geht es nach Oslo, wo die Saison am Samstag und Sonntag nächster Woche fortgesetzt wird. Danach könnte die Kugel schon der 34-Jährigen gehören, eher aber nach den Konkurrenzen am Dienstag und Mittwoch darauf (14./15. März) in Lillehammer. In Folge wird es im Weltcup nur noch für einen Bewerb nach Lahti gehen (24. März).

Gutes Essen soll helfen

Nach sechs Siegen bzw. 17 Podestplätzen im laufenden Weltcup will Pinkelnig den so nahen Coup nicht mehr aufs Spiel setzen. Dabei gelte es, die letzten gut drei Wochen der Anfang November begonnenen Saison „noch zu überleben. Gutes, nahrhaftes Essen, damit wir da noch gut drüberkommen. Von Mai bis November erarbeitet man sich, was im Winter von den Wettkämpfen geraubt wird. Es zehrt ja alles – Erfolge, Niederlagen, Reisen.“

ÖSV-Chefcoach Harald Rodlauer ist überzeugt, dass es sich für seine aktuelle Vorzeige-Springerin im Weltcup ausgehen wird. „Wenn Eva den Flow mitnimmt mit den Medaillen, bin ich schon sicher, dass sie das rüberbringt.“ Der Coach wird auch die im erst im Februar ins Weltcup-Team gekommene Julia Mühlbacher mit nach Skandinavien nehmen, die 18-jährige Oberösterreicherin ist nach ihren WM-Leistungen nicht mehr aus der Equipe wegzudenken.

Weltcup ohne Skifliegen

In Oslo, Lillehammer und Lahti wird jeweils auf Großschanzen gesprungen. Mühlbacher fühlt sich dafür gerüstet, nachdem sie in Planica erstmals seit fünf Monaten über einen großen Bakken gegangen ist. „Es war für mich ein Schritt in die richtige Richtung, auch in Bezug auf die Raw Air“, sagte die Team-Vizeweltmeisterin. Das Skifliegen werde sie freilich aufgrund ihrer von einem Bandscheibenvorfall verkürzten Saisonvorbereitung auslassen. Sie erwarte aber „ein recht cooles Spektakel“ mit Weiten bis zu 235 m.

Der Bewerb ist als FIS-Wettkampf ausgeschrieben, zählt aber nicht zum Weltcup.