Emotionaler Abschied

Sport / 02.06.2023 • 22:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Entscheidung ist gefallen: Trainer Klaus Schmidt hat die Mission Klassenerhalt geschafft und nun verlässt der 55-Jährige Altach auf eigenen Wunsch.gepa
Die Entscheidung ist gefallen: Trainer Klaus Schmidt hat die Mission Klassenerhalt geschafft und nun verlässt der 55-Jährige Altach auf eigenen Wunsch.gepa

Klaus Schmidt verlässt den SCR Altach – Schreiner bei 1:1 mit Torerfolg im letzten Spiel.

Innsbruck Am Ende flossen auch ein paar Tränen. Es war ein emotionaler Abschied, aber es ist ein endgültiger. Schon am Spieltag hatte Klaus Schmidt im Gespräch mit dem neuen Sportdirektor Roland Kirchler seine Entscheidung preisgegeben, am Abend im Tivoli wurde es dann offiziell: Der Cashpoint SCR Altach wird mit einem neuen Trainer in die neue Saison starten. Denn der 55-jährige Steirer hat sich entschieden, das Angebot des Vereins nicht anzunehmen. Wohin seine Reise führt und ob es dann tatsächlich ein Engagement als Co-Trainer von Adi Hütter (52) wird, ließ Schmidt offen. Fakt ist, dass ihm sein Abschied nicht leichtgefallen ist. Nach 47 Spielen an der Seitenlinie während seiner ersten Ära und zehn emotionsgeladenen Partien in der aktuellen Qualirunde ist für ihn aber nun Schluss als Altach-Trainer. Und deshalb hat die Suche nach einem neuen Cheftrainer schon begonnen. Kirchler verzichtete zwar auf einen Stadionbesuch, dafür saßen Kaderplaner Marc-André Kriegl und Philipp Netzer neben Geschäftsführer Christoph Längle auf der Tribüne. Zuvor hatte sich das Trio im Spielerhotel mit Kirchler ausgetauscht. Längle, der im Stadion vor dem Anpfiff ein durchaus selbstkritisches und reflektiertes TV-Interview gab, war Anfang der Woche seitens des Aufsichtsrates das volle Vertrauen ausgesprochen worden. „Das Wichtigste ist immer der Verein und nicht die Personen“, stellte der 52-Jährige klar. Und natürlich, so Längle weiter, sei auch er nicht gefeit vor Fehlentscheidungen.

Ein letztes Mal

Das Geschehen auf dem Rasen rückte aufgrund der aktuellen Veränderungen in den Hintergrund. Es dauerte auch einige Zeit, bis sich die Mannschaft fand, die nach einem fürchterlichen Stellungsfehler früh in Rückstand war. Stefan Skrbo war auf der linken Seite durchgebrochen und seinen Querpass brauchte der Ex-Austria-Lustenau-Spieler Alexander Ranacher nur noch über die Linie zu drücken (8.). Mit Fortdauer aber fand sich die Mannschaft, in der Schmidt doch einige Umstellungen vorgenommen hatte.

Nach knapp einer Stunde war es dann auch soweit: Emanuel Schreiner wurde ein letztes Mal eingewechselt. Und dem 34-Jährigen wurde von Lukas Jäger sofort die Kapitänsbinde übergeben – eine schöne Geste für dessen zehn abwechslungsreiche Jahre im SCRA-Dress. Und am Ende durfte der Oberösterreicher auch noch jubeln, als er nach 79 Minuten per Kopf den Ausgleich erzielte.

„Mission completed. Altach die zweite hat für mich ein gutes Ende gefunden.“

Der Jubel von Emanuel Schreiner nach seinem Treffer zum 1:1-Ausgleich war der zweite emotionale Höhepunkt der Partie.gepa
Der Jubel von Emanuel Schreiner nach seinem Treffer zum 1:1-Ausgleich war der zweite emotionale Höhepunkt der Partie.gepa