Regenerieren folgte auf den Jubel

Die Austria aus Lustenau will bereit sein für Duell mit der Austria aus Wien.
Lustenau Regeneration war angesagt, als die Austria heute wieder ins Ländle zurückgekehrt war. Voller Euphorie und doch mit dem Fokus schon auf das Finale im Europacup-Play-off der Fußball-Bundesliga. Und so war Tag eins nach dem Sieg in Wolfsberg vor allem individuell abgesteckt. Die Spieler suchten in Absprache mit dem Trainerteam ihre beste Möglichkeit, die Akkus wieder aufzuladen.
Die Lustenauer Austria sorgt in Jahr eins nach ihrem BL-Aufstieg weiter für Furore. Die Mannschaft von Trainer Markus Mader darf nach dem 2:1 n. V. im Play-off-Halbfinale in Wolfsberg noch eine zwei Spiele umfassende Zugabe um einen Europacup-Start gegen die Wiener Austria liefern. „Ich glaube, der ganze Verein ist stolz auf uns, was wir geleistet haben auf dem Fußballplatz. Das dürfen sie auch und müssen sie auch“, sagte Mader nach dem dramatischen Aufstieg.
Eine gewisse Brisanz hat das Duell durch den Fall von Hakim Guenouche. Weil der Franzose ohne Rücksprache zu Vertragsgesprächen bei den Favoritnern weilte, flog er aus dem Kader. „Wir hätten uns schon mehr erwartet, dass er uns nicht im Stich lässt, sondern dass er bis zum Ende der Saison Gas gibt für den Verein, weil er dem Verein auch unglaublich viel zu verdanken hat“, sprach Kapitän Pius Grabher klare Worte. Mader wollte die Causa vor dem Play-off-Finale nicht überbewerten. „Es geht um Austria Lustenau gegen Austria Wien und nicht um Markus Mader gegen Hakim Guenouche.“
Der 55-Jährige freute sich vielmehr, dass die Mannschaft nun am Dienstag mit dem Flugzeug nach Hause reisen kann. „Das ist viel kürzer als acht Stunden mit dem Bus. Das heißt, wir haben etwas mehr Chancen zum Regenerieren bis Donnerstag. Die Jungs sind schon ziemlich am Limit und die Austria ist viel frischer.“
Mader nutzte zudem die Gelegenheit, sich beim gesamten Umfeld des Vereines zu bedanken. „Es bedeutet für uns alle extrem viel – für die Spieler, für die Trainer, für die Funktionäre, die sich während des Jahres den Hintern aufreißen, Gelder locker machen, damit wir überhaupt fliegen dürfen. Und vor allem freut es mich für unsere Fans, die erleben ein Traumjahr.“