Kolumbien erstmals im Viertelfinale

Frankreich und Kolumbien komplettieren Runde der letzten acht.
Melbourne Zunächst besiegten die Südamerikanerinnen das Überraschungsteam aus Jamaika mit 1:0 (0:0) und treffen nun am Samstag auf die Europameisterinnen aus England. Den entscheidenden Treffer für das Erreichen des ersten WM-Viertelfinales für Kolumbien erzielte Catalina Usme (51.). Die Kapitänin verwertete vor 27.706 Zuschauern eine weite Flanke von Ana Guzman zum einzigen Tor der Partie. Für Jamaika war es der erste und einzige Gegentreffer im Turnier. Eine Antwort gelang den Mittelamerikanerinnen nicht mehr, Jody Brown setzte einen Kopfball nach einem Corner an den Pfosten (54.). Die Kolumbianerin Leicy Santos traf kurz vor Schluss ebenfalls per Kopf nur die Stange (86.). Das tat der Freude nach dem Abpfiff keinen Abbruch. „Das hat eine ganz besondere Bedeutung. Als wir uns für die WM qualifiziert haben, habe ich meiner Mannschaft als Erstes gesagt: ‚Wir sind nicht nur hier, um Zeit zu verbringen, wir wollen Geschichte schreiben‘“, erzählte Kolumbiens Trainer Nelson Abadia. Das ist seiner Elf mit Erreichen der Runde der besten Acht gelungen.
Frankreich souverän
Wenig Mühe hatte Frankreich beim deutlichen 4:0 (3:0) Sieg über Marokko. Die favorisierten Französinnen ließen vor 13.557 Fans gegen die Nordafrikanerinnen nichts anbrennen und sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Kadidiatou Diani per Kopf nach einer tollen Kombination (15.), Kenza Dali (20.) sowie Eugenie Le Sommer (23.) trafen binnen acht Minuten gleich drei Mal. In der zweiten Hälfte schaltete Österreichs Nations-League-Gegner einen Gang zurück, Le Sommer schnürte mit einem Kopfball einen Doppelpack und fixierte den Endstand.
Die Elf von Trainer Herve Renard trifft nun in Brisbane am Samstag (9 Uhr/live ORF 1) auf die australischen Gastgeberinnen, die Dänemark mit 2:0 aus dem Bewerb befördert haben. „Wir haben die Möglichkeiten, die Fähigkeiten, das zu schaffen. Wir wissen schon, dass das kein leichtes Spiel werden wird, für beide Teams nicht“, sagte Renard mit Blick auf die Viertelfinalpartie. Für Marokko ist unterdessen die WM trotz des Ausscheidens mit dem erstmaligen Erreichen der
K.-o.-Runde ein großer Erfolg.
