
Altach und das leidige Chancenthema
Auch im vierten Test bei SW Bregenz (2:1) waren die Rheindörfler weit davon entfernt, ein Offensiv-Feuerwerk abzuliefern.
Bregenz Gewonnen und doch rauchende Köpfe: Ein Thema, das den Cashpoint SCR Altach seit Jahren beschäftigt. XP-Wert, Pfostentreffer, Schiedsrichter-Entscheidungen und vergebene Möglichkeiten – all das begleitete die Altacher in den vergangenen Jahren. Zwei Wochen vor dem Start in die neue Saison, mit dem Pokalspiel bei Donaufeld, ist keine Besserung in Sicht. Das Offensivproblem der Rheindörfler zieht sich auch aktuell wie ein roter Faden durch die Vorbereitung. Im vierten Test gelang zwar beim Gastspiel in Bregenz ein frühes 1:0 gegen die Schwarz-Weißen, doch am Ende musste man um den knappen 2:1-Sieg bangen. Weil man nach dem Ausgleichstreffer ein wenig die Ordnung verlor und weil man erneut beste Gelegenheiten ausgelassen hat.

Allerdings nutzte Cheftrainer Joachim Standfest vor den abschließenden Testspielen gegen Grasshopper Zürich (13. Juli) sowie SC Freiburg (19. Juli) die Gelegenheit, um gleich 22 Spieler einzusetzen. So gewährte er auch seiner Nummer eins, Dejan Stojanovic, eine Pause und bot dafür Paul Piffer bzw. Ammar Helac als Torhüter auf. Ebenfalls schon im Einsatz war mit Luca Kronberger der aktuell letzte Neuzugang der Altach. Hingegen mussten Gustavo Santos (angeschlagen) sowie Lincoln (Aufbautraining) sowie Mohamed Ouédraogo (krank) passen.

tESTSPIEL SCR ALTACH
SW Bregenz vs CASHPOINT SCR Altach 1:2 (1:1)
Bregenz, ImmoAgentur Stadion
Torfolge: 4. 0:1 Strunz, 33. 1:1 Fetahu, 84. 1:2 Crnkic
Cashpoint SCR Altach (1. Halbzeit): Piffer – Ingolitsch, Estrada, Lukas Gugganig, Lukacevic – Kronberger, Fadinger, Bähre – Fridrikas, Yalcin, Strunz
Cashpoint SCR Altach (2. Halbzeit): Helac – Gebauer, Milojevic, Koller, Lukas Gugganig (60. Oberwaditzer), Lukacevic (60. Mischitz) – Bahloul, Demaku, Jäger – Nuhiu, Crnkic
Standfest vermochte danach auch keine schlüssige Analyse ziehen. „Schön, dass wir das Spiel noch gewonnen haben“, meinte der 44-Jährige, der allerdings auch davon sprach, dass die Leistung in der zweiten Halbzeit nicht gut war.

Grundtugenden wurden nicht mehr erfüllt, wie der Coach feststellte. Am Ende war Standfest auch ob der Zweikampfstärke nicht zufrieden. „Wenn man den Gegner immer vorbeirennen lässt, dann ist das zu wenig.“ Der Steirer wollte diesbezüglich auch das aktuell sehr intensive Training als Ausrede gelten lassen.
Es wartet also noch viel Arbeit auf die Verantwortlichen, um eine Trendwende einzuleiten. Denn mit Tamer Crnkic gelang ausgerechnet dem erst 18-jährigen Offensivspieler der Juniors der Siegtreffer. Dieser stimmte Standfest zwar ein wenig versöhnlich, doch der Chefcoach weiß nur allzu gut, dass die Effizienz-Probleme vor dem gegnerischen Tor schon im Vorjahr ein Problem darstellten. Eine Fortsetzung scheint programmiert.