
Wenn der letzte erfolgreiche Torjäger auf der Bank sitzt
Hannes Aigner, Mergim Berisha, Atdhe Nuhiu – Altachs Suche nach einem adäquaten Nachfolger.
Altach „Wunden lecken“ oder „den Finger in Wunde legen“ – an der Statistik gibt es nichts zu rütteln. Seit der Länderspielpause im September hat der SCR Altach gerade einmal zwei magere Punkte in acht Spielen geholt. Die Momentaufnahme ist wenig verheißungsvoll, auch weil es die Mannschaft aktuell nicht schafft, die Belohnung für gute Leistungen in Form von Punkten einzufahren. Entweder verpasst die Offensive die Entscheidung oder in der Defensive fehlt in letzter Instanz die nötige Cleverness.

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„Die Offensive verkauft Tickets . . .“ lautet der Beginn eines gern verwendeten Zitats, dessen Ursprung im American College Football. Und genau den offensiven Zugang zum Spiel haben sich die Verantwortlichen in Altach zum Ziel gesteckt. Ein ambitionierter Gedanke, der mit dem aktuellen Kader wohl nur über einen absoluten Teamspirit zu verwirklichen ist. Das zeigt allein der Blick auf die Zahlen, denn mit Atdhe Nuhiu wechselte der erfolgreichste Clubtorschütze der Saisonen 2021/22 und 22/23 auf die Trainerbank. Sein legitimer Nachfolger, Gustavo Santos, blühte zuletzt im Sommer auf. Seit dem 15. September (1:1) gegen den GAK läuft der 28-Jährige einem weiteren Tor hinterher. Dennoch: die bislang sechs Saisontreffer des Brasilianers sind noch unerreicht. Mit Lukas Fridrikas hat sich zudem erst ein weiterer Stürmer (2 Tore) als Torschütze feiern lassen können. Hingegen warten mit Oliver Strunz (667 Minuten), Lukas Fadinger (796), Sofian Bahloul (433), Dijon Kameri (329), Christian Gebauer (317) und Luca Kronberger (224) gleich sechs Offensivakteure noch auf die „Erlösung“ in Form eines Treffers.
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Die Konstante der vergangenen Saisonen hieß zumeist Nuhiu, während die Trefferausbeute bei Bahloul und Gebauer (je 2) auch in der Vorsaison dünn war. Daneben blieben Dominik Reiter, Csaba Bukta, Ousmane Diawara, damian Maksimovic, Amir Abdijanovic und Noah Bischof ohne Torerfolg. Letztere scorten wenigsten in der Saison 2022/23, dafür lieferten damals Reiter, Bukta, Husein Balic und ein gewisser Marko Lazetic Nullnummern. Torgefahr strahlte damals ein gewisser Alexis Tibidi (5) aus.
Die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten drei Saisonen und ist nunmehr einer der wichtigsten Mosaiksteine, an dem dringende Verbesserungen erfolgen müssen.