Spürbares Vertrauen vermittelt neues Gefühl

Sport / 08.08.2025 • 22:54 Uhr

Die Qualitäten von Neuzugang Patrick Greil tun dem Spiel der Altacher gut.

Altach Viel ist zu hören von der richtigen Richtung, viel auch von der verinnerlichten Spielphilosophie. Es ist spürbar und es war auch zu sehen beim 2:0-Sieg in Wolfsberg. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ist innerhalb der Altacher Mannschaft gewachsen. Was auch Neuzugang Patrick Greil bestätigt. Der 28-jährige Salzburger ist in kürzester Zeit zu einer wichtigen Figur im Offensivspiel geworden. Sowohl bei ruhenden Bällen als auch bei schnellen Angriffen – der lauffreudige Offensivspieler hat oftmals seine Beine im Spiel.

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Und er weiß genau, dass die Partie für den Verein eine ganz spezielle ist. “Mit einem guten Spiel können wir dem Verein sicherlich viel zurückgeben”, ist Greil sehr positiv gestimmt. Seine Vorfreude auf die Heimpremiere in einem Bewerbsspiel ist riesig. Und so will er die Atmosphäre nicht nur einsaugen, sondern vielmehr genießen. Dass es dafür auch einen guten Auftritt bedarf, ist er sich schon bewusst.

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Patrick Greil als „Jäger nach dem Ball“. Der Offensivmann hat sich rasch in die Mannschaft gespielt. Warum er aber Kasnocken den Kässpätzle vorzieht, erzählt er im Wordrap. gepa

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2. Spieltag

SCR Altach – SV Ried Samstag

Altach, Stadion Schnabelholz, 17 Uhr, SR Sebastian Gishamer (S)

Keine Saisonergebnisse 2024/25.

Mögliche Aufstellungen

SCR Altach (4-3-1-2) Stojanovic – Sandro Ingolitsch, Zech, Koller, Ouèdraogo – Bähre, Jäger, Demaku – Greil – Diawara, Mustapha

Es fehlt: keiner

Fraglich: Jäger (angeschlagen)

SV Ried (3-4-1-2) Leitner – Havenaar, Sollbauer, Steurer – Bajic, Rasner, Wernitznig, Pomer – Grosse – Mutandwa, Van Wyk

Es fehlen: Stöger, Sane, Scherzer (alle Trainingsrückstand), Mesic (Kreuzbandriss), Mayer (erkrankt)

Der Respekt ist groß

Viel Lob gab es vom Cheftrainer Fabio Ingolitsch in Richtung des Gegners. Zum einen aus persönlicher Sicht, weil er Coach Maximilian Senft sowie Wolfgang Fiala, Geschäftsführer Sport, doch besser kennt, zum anderen, weil sich der Club nach dem Abstieg ganz klar für den Verbleib des Trainers ausgesprochen hat, mit einem klaren Zweijahresplan. Eine Klarheit, die auch der Altacher Chef in seinem Führungsstil verfolgt. Deshalb, so Ingolitsch, habe er sich über den Aufstieg der Innviertler gefreut. Geschenke werde es deshalb im Duell der beiden Überraschungsteams der ersten Runde dennoch keine geben.

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Besonders pikant: Ausgerechnet in Altach feierte Senft (36) seinen ersten Sieg in seinem zweiten Spiel als Ried-Trainer. Heute sitzt er zum 81. Mal auf der Bank.

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Aggressives Anlaufen, sehr hohes Pressing, Mut, viele lange Bälle – all das habe die Analyse des Gegners ergeben. “Diesen Herausforderungen werden wir uns stellen müssen. Aber wir werden sie auch vor Herausforderungen stellen – und dann schauen wir, wer es besser lösen kann.

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Es gehe durchaus noch energischer und auch im Spielaufbau sieht Ingolitsch Verbesserungspotenzial. Dabei, so Greil, stimmen schon “viele Abläufe im Spiel. Es ist einfach kein Nachteil, wenn eine Mannschaft schon länger zusammenspielt”. Auch wenn er anfänglich doch gespürt habe, dass die Mannschaft die vergangene Saison einen schweren Rucksack getragen hat. In der Vorbereitung jedoch habe man diesen sukzessive verloren, durch gute Spiele, aber auch durch sehr intensive Trainingseinheiten. So habe man mehr und mehr das Vertrauen in das Spiel gefunden und ihm sei es dadurch leicht gefallen, sich einzugliedern. Seine Stärken mit dem Ball tun dem Offensivspiel der Mannschaft sichtlich gut.

Kapitän ist noch fraglich

Schon gegen Wolfsberg hatte er mit einer Schmerztablette gespielt, nun droht Lukas Jäger auszufallen. Dem 31-jährigen Kapitän bereitet ein Ödem Schmerzen, sodass sich sein Einsatz kurz vor Spielbeginn entscheiden wird.

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„Musste mich schon an viel gewöhnen“

Nach zwei Tagen Ruhepause stieg Dejan Stojanovic gestern wieder ins Training ein. Weil der Rücken ein wenig “zwickte”, wurde der 32-Jährige geschont. Dafür fand er Zeit, die VN-Frage nach der neuen Torhüterregel, die besagt, dass Torhüter den Ball nur noch maximal acht Sekunden in den Händen halten dürfen, zu beantworten. Bei einem Verstoß wird statt eines indirekten Freistoßes ein Eckball für den Gegner zugesprochen. “Es ist nicht die erste Regeländerung in meiner Karriere”, schmunzelte er. “Die Torhüter sind oft das Ziel, um das Spiel attraktiver zu machen, sprich die Chancen auf Tore zu erhöhen.” Wirklich knabbern musste er erst mal am neuen Ball. “Der flattert irre. Aber wie gesagt: Man gewöhnt sich an alles.”