Auf der Jagd nach der Genugtuung

Sport / HEUTE • 19:11 Uhr
Auf der Jagd nach der Genugtuung
Austria Lustenaus Kapitän Matthias Maak nahm sich beim Trainingslager in Schoppernau Zeit für ein Gespräch mit VN-Redakteur Markus Krautberger.VN/hartinger

Für Austria Lustenaus Kapitän Matthias Maak zählt jetzt nur der Meistertitel.

Lustenau Seit August 2020 weilt Matthias Maak nun schon bei der Lustenauer Austria und erlebte mit dem Traditionsverein alle Höhen und Tiefen. Geht es nach dem gebürtigen Steirer, soll es mindestens noch ein weiteres Jahr in Grün-Weiß geben. Denn eine Verlängerung seines Vertrages um ein weiteres Jahr steht unmittelbar bevor. Eine Klausel im Kontrakt des mittlerweile 33-jährgen Kapitäns bezüglich Anzahl der Saisonspiele macht es möglich. Geht es nach Maak, soll die Saison nächste Jahr mit der Austria in Österreichs höchster Liga vonstattengehen. „Aufgrund der Tabellensituation wäre es Unfug, wenn ich etwas anderes behaupten würde. Wir haben uns im Herbst in eine tolle Ausgangssituation gebracht, um ernsthaft um den Titel mitspielen zu können. Jetzt gibt es keine Ausreden: Wir wollen Meister werden“, so der Innenverteidiger aus Krieglach, der Heimat von Peter Rosegger.

Fußball Austria Lustenau
Austria Lustenaus Kapitän ließ die Langlaufskier im Keller, fungierte dafür mit mit Pistole als Startrichter beim Biathlon.

Kapitän glaubt an sein Team

Die Mannschaft dazu hat die Austria laut Maak dazu. Obgleich sie nicht mit der Aufstiegsmannschaft aus dem Jahr 2022 zu vergleichen ist. „Die Zusammenstellung in der Mannschaft ist schon anders. Im Aufstiegsjahr profitierten wir als Mannschaft sehr von der individuellen Qualität von Spielern wie Haris Tabakovic, Mohammed Cham, Brandon Baye oder Michale Chekoua. Das waren Kickerm die dem Spiel mit ihren Qualitäten den Stempel aufdrücken konnten. Heute kommen wir ganz klar über das Kollektiv, dafür aber richtig stark. Denn blickt man auf den Herbst zurück, war es der Zusammenhalt und die große Moral, die uns nach dem vermeintlichen „Saisonende“ nach der Niederlage bei St. Pölten, wieder zurück ins Rennen um den Titel brachte“, analysiert Maak, den anschließenden Lauf von fünf Siegen in sieben Spielen bei nur einer Niederlage. „Klar, wir haben auch von dem Stripfing-Kollaps profitiert, aber wir haben die Chance am Schopf gepackt und dann knappe Matches für uns entschieden“, gibt der Kapitän auch zu, dass das Spielglück auch auf Seiten der Austria war.
Die Austria bewies Resilienz, wie auch Maak selbst, der keinen leichten Saisonstart hatte, weil er seinen Platz im Team vorerst verloren hatte: „Es war ein Wechselbad der Gefühle, mit einem am Ende guten Ende auch für mich persönlich. Deswegen lege ich jetzt alles in eine Waagschale, um mit der Austria ein zweites Mal den Aufstieg zu schaffen“. Der erneute Meistertitel mit der Austria würde für Maak vor allem eines bedeuten: „Genugtuung. Denn der Stachel nach dem Abstieg mit der Austria sitzt immer noch tief“.

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Matthias Maak im gespräch. hartinger