“Entweder Abubakar oder keinen”

Austria Lustenau verpflichtet mit Asumah Abubakar (28) einen neuen Stürmer.
Lustenau, Au Austria Lustenaus Cheftrainer Markus Mader brachte es bei der Pressekonferenz und Präsentation von Neo-Stürmer Asumah Abubakar im Rahmen des traditionellen und alljährlichen Teambuildings in Schoppernau und Au unumwunden auf den Punkt: „Wir waren, auch aufgrund unserer finanziellen Situation eher zurückhaltend auf dem Transfermarkt. Dazu war uns klar, dass wir auf die Jungs setzen, die uns durch ihre Leistungen im Herbst in diese tolle Ausgangssituation für das Frühjahr gebracht haben. Aber als wir erfahren haben, dass es mit Asumah Abubakar klappen könnte, war für mich klar: Entweder Abubakar oder keinen“.

Interessante Historie
Der 28-jährige neue Stürmer der Austria kann auf eine bewegte Vergangenheit im Fußballbusiness zurückblicken. In Kumasi in Ghana geboren und mit der portugiesischen Staatsbürgerschaft (zwei Länderspiele für Portugals U19 mit einem Treffer) ausgestattet, arbeitete er sich über den Nachwuchs von Willem II in den Niederlanden bis in den Schweizer Fußball, wo er seine Spuren beim SC Kriens, FC Lugano, FC Luzern und den Grasshoppers Zürich hinterließ. Von Zürich ging es im Frühjahr 2025 auf nach Australien, wo er für die Brisbane Roar auf Torjagd ging. Allerdings nur bis zum Sommer.

Da kam dann der Bregenzerwald ins Spiel. Aufgrund des Umstandes, dass seine Freundin eben im „Would“ zu Hause ist, fand Abubakar den Weg nach Au. Da sorgte er als Trainingsgast des dort ansässigen FC AU für Aufsehen. Was Austrias Sportvorstand Stephan Muxel nicht verborgen blieb, der den Stürmer nach Lustenau zum Training einlud. Doch eine Verpflichtung fiel ins Wasser, da sich Abubakar dafür entschied, im Oktober auf Malta beim FC Birkirkara zu unterschreiben.
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Doch seit Jänner war der Portugiese mit Wurzeln in Ghana vereinslos, „was uns auf den Plan brachte, es nochmal bei ihm zu versuchen. Wir haben schon die Augen offen gehalten, wollten, wenn irgendwie möglich noch zuschlagen, um die Chancen um den Meistertitel mitzuspielen, zu erhöhen. Da hat uns der Zufall und Stepahn Muxel sehr geholfen. Denn wir sehen in Abubakar einen sehr erfahrenen Stürmer, der uns sicher weiterhelfen wird“, erklärt Austrias Sportdirektor Dieter Alge.

Vertrag bis Sommer
Abubakar selbst ist ob der Verpflichtung, sein Kontrakt läuft nur bis Sommer 2026, glücklich, „weil es mein Ziel war, einen Verein zu finden, der näher an der Heimat meiner Freundin ist. Dazu kenne ich ja die Gegend auch aufgrund meiner Tätigkeit in der Schweiz gut, habe keine Anpassungsschwierigkeiten“. Als Ziel gibt der Stürmer an, „dass ich mich in erster Linie in den Dienst der Mannschaft stellen werde, um so mitzuhelfen, an unserem Ziel Meisterschaft zu arbeiten“. Beim etwaigen Aufstieg würden sich beide Parteien an den Tisch setzen wollen, um über eine weitere Verpflichtung zu reden.

Wette auf den Aufstieg
Dass sich die Austria auch finanziell strecken musste, um den ehemaligen Super League-Spieler der Schweiz schlussendlich an Land zu ziehen, zeigt der Umstand, dass der Vorstand rund um Vorstandssprecher Christoph Wirnsperger Gönnern und Geldgebern eine Wette angeboten haben. „Wir haben eine Aktion gestartet, in der wir angeboten haben, Tickets für 1000 Euro für das Frühjahr anzubieten. Die Einnahmen helfen uns, Abubakar zu finanzieren. Schaffen wir den Aufstieg mit seiner Hilfe, gibt es als Belohnung VIP-Tickets im Wert von 1500 Euro zurück“, erklärt Wirnsperger. Eine hohe Rendite, „bei der alle gewinnen“, so der Vorstandssprecher.


Apropos gewinnen: Den abschließenden Biathlon-Bewerb der Mannschaft und zahlreichen Sponsoren konnte Installationen Beer für sich entscheiden. Firmenchef Christian Beer und Austrias Goalie Domenik Schierl bewältigten den Parcours auf Langlaufskiern klar am schnellsten.
