“Entweder Abubakar oder keinen”

Sport / HEUTE • 19:03 Uhr
"Entweder Abubakar oder keinen"
Asumah Abubakar wurde als neuer Stürmer bei Austria Lustenau vorgestellt. Hartinger

Austria Lustenau verpflichtet mit Asumah Abubakar (28) einen neuen Stürmer.

Lustenau, Au Austria Lustenaus Cheftrainer Markus Mader brachte es bei der Pressekonferenz und Präsentation von Neo-Stürmer Asumah Abubakar im Rahmen des traditionellen und alljährlichen Teambuildings in Schoppernau und Au unumwunden auf den Punkt: „Wir waren, auch aufgrund unserer finanziellen Situation eher zurückhaltend auf dem Transfermarkt. Dazu war uns klar, dass wir auf die Jungs setzen, die uns durch ihre Leistungen im Herbst in diese tolle Ausgangssituation für das Frühjahr gebracht haben. Aber als wir erfahren haben, dass es mit Asumah Abubakar klappen könnte, war für mich klar: Entweder Abubakar oder keinen“.

Asumah Abubakar
Asumah Abubakar ist ein weitgereister Stürmer, der seine Liebe im Bregenzerwald gefunden hat und nun mit Toren zum Liebling der Austria-Fans werden will. Insta

Interessante Historie

Der 28-jährige neue Stürmer der Austria kann auf eine bewegte Vergangenheit im Fußballbusiness zurückblicken. In Kumasi in Ghana geboren und mit der portugiesischen Staatsbürgerschaft (zwei Länderspiele für Portugals U19 mit einem Treffer) ausgestattet, arbeitete er sich über den Nachwuchs von Willem II in den Niederlanden bis in den Schweizer Fußball, wo er seine Spuren beim SC Kriens, FC Lugano, FC Luzern und den Grasshoppers Zürich hinterließ. Von Zürich ging es im Frühjahr 2025 auf nach Australien, wo er für die Brisbane Roar auf Torjagd ging. Allerdings nur bis zum Sommer.

"Entweder Abubakar oder keinen"
Kapitän Matthias Maak, Neuzugang Asumah Abubakar, Vorstandssprecher Christoph Wirnsperger, Cheftrainer Markus Mader und Sportdirektor Dieter Alge. hartinger

Da kam dann der Bregenzerwald ins Spiel. Aufgrund des Umstandes, dass seine Freundin eben im „Would“ zu Hause ist, fand Abubakar den Weg nach Au. Da sorgte er als Trainingsgast des dort ansässigen FC AU für Aufsehen. Was Austrias Sportvorstand Stephan Muxel nicht verborgen blieb, der den Stürmer nach Lustenau zum Training einlud. Doch eine Verpflichtung fiel ins Wasser, da sich Abubakar dafür entschied, im Oktober auf Malta beim FC Birkirkara zu unterschreiben.

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Doch seit Jänner war der Portugiese mit Wurzeln in Ghana vereinslos, „was uns auf den Plan brachte, es nochmal bei ihm zu versuchen. Wir haben schon die Augen offen gehalten, wollten, wenn irgendwie möglich noch zuschlagen, um die Chancen um den Meistertitel mitzuspielen, zu erhöhen. Da hat uns der Zufall und Stepahn Muxel sehr geholfen. Denn wir sehen in Abubakar einen sehr erfahrenen Stürmer, der uns sicher weiterhelfen wird“, erklärt Austrias Sportdirektor Dieter Alge.

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Roland PaulitschAmine Bouchenna kam etwas aus dem Gleichgewicht beim Langlaufen.

Vertrag bis Sommer

Abubakar selbst ist ob der Verpflichtung, sein Kontrakt läuft nur bis Sommer 2026, glücklich, „weil es mein Ziel war, einen Verein zu finden, der näher an der Heimat meiner Freundin ist. Dazu kenne ich ja die Gegend auch aufgrund meiner Tätigkeit in der Schweiz gut, habe keine Anpassungsschwierigkeiten“. Als Ziel gibt der Stürmer an, „dass ich mich in erster Linie in den Dienst der Mannschaft stellen werde, um so mitzuhelfen, an unserem Ziel Meisterschaft zu arbeiten“. Beim etwaigen Aufstieg würden sich beide Parteien an den Tisch setzen wollen, um über eine weitere Verpflichtung zu reden.

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Roland PaulitschPhysio Lucas Vidal legte sich gleich in den Schnee.

Wette auf den Aufstieg

Dass sich die Austria auch finanziell strecken musste, um den ehemaligen Super League-Spieler der Schweiz schlussendlich an Land zu ziehen, zeigt der Umstand, dass der Vorstand rund um Vorstandssprecher Christoph Wirnsperger Gönnern und Geldgebern eine Wette angeboten haben. „Wir haben eine Aktion gestartet, in der wir angeboten haben, Tickets für 1000 Euro für das Frühjahr anzubieten. Die Einnahmen helfen uns, Abubakar zu finanzieren. Schaffen wir den Aufstieg mit seiner Hilfe, gibt es als Belohnung VIP-Tickets im Wert von 1500 Euro zurück“, erklärt Wirnsperger. Eine hohe Rendite, „bei der alle gewinnen“, so der Vorstandssprecher.

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Roland PaulitschLukas Ibertsberger in Aktion.
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Roland PaulitschAuch Sacha Delaye war nicht Freund mit den Langlaufskiern.


Apropos gewinnen: Den abschließenden Biathlon-Bewerb der Mannschaft und zahlreichen Sponsoren konnte Installationen Beer für sich entscheiden. Firmenchef Christian Beer und Austrias Goalie Domenik Schierl bewältigten den Parcours auf Langlaufskiern klar am schnellsten.

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Christoph Wirnsperger (l.), Stephan Muxel (2.v.r.) mit den Siegern des Biathlon 2026 in Au: Domenik Schierl und Christian Beer von der Firma Installationen Beer.