Wenn die Gefühlswelt verrückt spielt

Sport / 22.02.2026 • 16:09 Uhr
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Emotionen pur nach dem Führungstreffer durch Filip Milojevic. Nach dessen ersten Bundesligator wird der 21-Jährige von Kapitän Lukas Jäger gefeiert. gepa

Zwei Traumtore kürten den SCR Altach zum verdienten 2:1-Sieger über Austria Wien.

Altach “Ich bin eigentlich ein ganz ruhiger Spieler, aber mit dem ersten Bundesligator sind die Emotionen mit mir durchgegangen.” In den Minuten nach dem Schlusspfiff war Filip Milojevic wieder ganz bei sich – und ruhig. Dabei drückte der 21-Jährige in seinem erst 16. BL-Einsatz dem Spiel mit seinem Treffer zum 1:0 den Stempel auf.

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Seine defensive Präsenz hatte der Vorarlberger schon in den vorangegangenen Spielen unter Beweis gestellt, doch nun trat er, der in jungen Jahren seine Ausbildung in Leverkusen genoss, erstmals auch als Torschütze in Erscheinung. Dass er in diesem Moment seiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen konnte, zeichnet den Innenverteidiger zudem aus. “Danke Atdhe”, waren seine Worte im VN-Gespräch, “ich bin ihm unheimlich dankbar für die Standardübungen. Jetzt hat es sich ausgezahlt.”

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Dejan Stojanovic war stets Herr im eigenen Strafraum. gepa

Es war schon in den ersten Spielen zu erkennen, dass Milojevic bei Altachs Standards der logische Nachfolger des zu Sturm abgewanderten Paul Koller werden wird. Von den eigenen Spielern abgeschirmt, wird der 191 cm große Verteidiger bei den von Patrick Greil stets sehr präzise getretenen Eckbällen bzw. Freistößen in Stellung gebracht. Und wenn dann noch, wie gegen die Austria, seine Dynamik hinzukommt, ist ein Treffer fast unvermeidlich. So wie in Minute 31 gegen die “Veilchen”, als der Milojevic-Treffer die Mannschaft für das Engagement in der ersten halben Stunde belohnte.

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Aggressiv, offensiv denkend und agierend sowie sehr fokussiert in den Zweikämpfen – das ist Altach 2026. Kaum zu glauben, dass die Mannschaft noch vor gut neun Monaten mit einem Bein in der 2. Liga stand. Verständlich also, dass bei Milojevic, der in Leverkusen unter Xabi Alonso einst auch mit den Profis trainierte, die Gefühlswelt ein wenig verrückt spielte, auch wenn er den Interviewmarathon nach dem Spiel sehr professionell erledigte.

Fußball
SCRA-Coach Ognjen Zaic. Lutz

Sein Trainer, Ognjen Zaric, sprach danach von einem “unglaublichen Sieg der Mannschaft”, weil: “Wir sprechen von der Austria, die im Vorfeld der Partie als Meisterkandidat gehandelt wurde.” Doch in der Partie zweier taktisch fast identisch spielender Mannschaften und in der vieles auf Mann-gegen-Mann-Duelle ausgelegt war, haben die Nuancen für Altach ausgeschlagen.

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Lenker und Denker im SCRA-Spiel: Patrick Greil. gepa

So wurde der Gegner hoch angepresst, war das Kollektiv einmal mehr herausragend und wurde die Intensität hochgehalten. “Wir haben unsere Spieler mehr in die Aktion gebracht”, so Zaric – und: “Wir sind heute extrem viel gesprintet.” Er habe stets das Gefühl der Energie verspürt. “Diese Mannschaft will arbeiten, die Spieler sind bereit, sich taktisch, physisch und als Team weiterzuentwickeln.”

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Und so beantwortet er die Frage nach der möglichen Qualifikation für das Meister-Play-off sehr unaufgeregt. “Wären wir auf Platz drei oder vier, dann wäre es klar unser Ziel. Aber wir haben noch ein richtig schweres Programm, wir wissen, woher wir kommen, und wir wissen, wie wichtig die drei Punkte für den Klassenerhalt sind.”

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