“Druck, am besten permanent”

Sport / 05.03.2026 • 17:18 Uhr
Asumah Abubakar
Asumah Abubakar und Jack Lahne: Die beiden Angreifre sollen für Tore und einen Heimsieg sorgen.gepa

Austria Lustenau will morgen, 18 Uhr gegen Vienna den nächsten Heimsieg einfahren.

Lustenau Zweites Heimspiel im Jahr 2026 – erster großer Ligakracher. Wenn heute, 18 Uhr Austria Lustenau Österreichs ältesten Klub Vienna zu Hause in der Sun Minimeal Arena empfängt, steht für die Heimischen aufgrund der Tabellensituation einiges auf dem Spiel. „Das war vor zwei Wochen schon so, ist auch morgen so und wird sich hoffentlich in den nächsten Wochen auch nicht ändern. Wenn wir weiter im Rennen um die oberen Plätze dabei bleiben wollen, müssen wir das Heimspiel gewinnen“, so Austria Lustenaus Cheftrainer Markus Mader.

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Der 57-Jährige war für die anstehende Aufgabe extra letztes Wochenende als „Spion“ aktiv und schaute sich den 1:0-Sieg des FC Liefering über die Vienna persönlich in Salzburg an. Erste Erkenntnis: „Dass wir in dieser Saison nicht mehr gegen Liefering spielen“ scherzte Mader auf der Pressekonferenz vor dem Match, um dann wieder mit ernster Miene auf den Gegner zu kommen: „Die Wiener verfügen über einen starken Kader, der gespickt ist mit ehemaligen Bundesligaspielern. Daher muss man zugeben, dass sie eine attraktive und offensive Spielweise an den Tag legen. Das ist uns auf jeden Fall Warnung genug“.

Zusammen auf der Schulbank

Dornbirns Trainer Markus Mader (links) anlässlich der Trainerfortbildung mit Neo-Horn-Coach Hansi Kleer. gepa
Dornbirns Trainer Markus Mader (links) anlässlich der Trainerfortbildung mit Neo-Horn-Coach Hansi Kleer. gepa

Doch Mader sah auch die eine oder andere Schwäche in der Mannschaft des ehemaligen Austrianers Hans Kleer, mit dem der aktuelle Austria-Coach 2019 gemeinsam die Schulbank bei Trainerfortbildungen drückte. „Wenn unser Umschaltspiel funktioniert, können wir ihnen sicher Probleme bereiten. Da kann uns deren offensive Ausrichtung entgegenkommen“, so Mader, der für morgen auf den gelbgesperrten Pius Grabher und den erkrankten Amine Bouchenna verzichten muss.

Gorzel zurück im Kader

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Nico Gorzel steht wieder im kader der Austria. gepa

Dafür steht Nico Gorzel wieder im Kader. Der 27-jährige Deutsche feierte nach Problemen an der Achillessehne letzte Woche sein Comeback im Test gegen den VfB Hohenems auf dem Platz, „und ist sicher für 30 Minuten fit genug“, so der Coach über den defensiven Mittelfeldspieler.

Abubakar gefragt

Aber um Spiele zu gewinnen braucht es bekanntlicher Weise Tore. Für eben solche soll Neuzugang Asumah Abubakar sorgen. Der Doppelstaatsbürger aus Portugal und Ghana, in Schoppernau zu Hause, wusste beim 2:1-Sieg über Kapfenberg durchaus zu gefallen. Neben zwei guten Chancen zeichnete er sich für den Elfmeter zum 1:0 verantwortlich, den er herausholte als er unwiderstehlich in den Strafraum des Gegners zog. „Wir im Trainerteam waren sehr zufrieden mit seinem ersten Auftritt für uns und sehen in ihm eine klare Verstärkung“, lobt Mader den Angreifer. Der selbst aber noch viel Potenzial sieht, „weil ich anfangs überrascht war über die physische Herausforderung in der 2. Liga. Zum Glück konnte ich mich einigermaßen schnell adaptieren. Das will ich nun auch für die Partie gegen die Vienna mitnehmen“, so Abubakar.

Druck und keine Leerläufe

Als Schlüssel für einen vollen Erfolg sieht Austrias Trainer den Druck, den sein Team auf den Gegner ausüben soll. „Gegen Kapfenberg hatten wir ein paar Leerläufe im Spiel. Das wollen wir heute besser machen. Die Vienna soll von der ersten Minute an unseren Druck spüren. Der soll am besten permanent sein. Gepaart mit dem Willen, unbedingt das Tor zu machen und den Sieg zu holen“.