Ernüchterndes Remis gegen Fixabsteiger

SW Bregenz muss sich gegen Austria Klagenfurt mit einem müden 1:1 begnügen, weil man in Überzahl Ausgleich kassierte.
Bregenz Am 19. Spieltag der 2. Liga hat SW Bregenz im ImmoAgentur Stadion gegen den bereits als Absteiger feststehenden Insolvenzklub Austria Klagenfurt einen bitteren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen müssen. Vor rund 1000 Zuschauern kamen die Vorarlberger im ersten Pflichtspiel des Frühjahrs nicht über ein 1:1 hinaus.
Die Partie war für die Hausherren zugleich der verspätete Start in die zweite Saisonhälfte, nachdem die Auswärtsbegegnung beim FAC Wien aufgrund von Schneefalls in der Bundeshauptstadt verschoben hatte werden müssen. Sportlich stand die Mannschaft von Trainer Andreas Heraf bereits unter Zugzwang, rangierte sie doch vor dem Spiel auf dem vorletzten Tabellenplatz. Gegen das Schlusslicht aus Kärnten waren drei Punkte Pflicht.

Heraf setzte personell weitgehend auf Kontinuität. Mit Vincent Gembalies stand lediglich ein Neuzugang in der Startelf, ansonsten vertraute der Coach auf jene Kräfte, die im Herbst die Heimspiele gegen Vienna und St. Pölten erfolgreich gestaltet hatten.
Die Bregenzer übernahmen von Beginn an die Kontrolle. Bereits in der vierten Minute bot sich Jan Stefanon die erste Möglichkeit, sein Abschluss aus 16 Metern strich jedoch über das Tor. Nach 13 Minuten machte es der Offensivmann besser: Nach einem Eckball war Stefanon im Zentrum zur Stelle und drückte den Ball unter Mithilfe eines Klagenfurter Verteidigers zum 1:0 über die Linie.
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Auch in weiterer Folge blieb SWB tonangebend. Stefanon hatte nach 25 Minuten das 2:0 am Fuß, nachdem er sich über die linke Seite durchgesetzt hatte, scheiterte aber an Klagenfurt-Schlussmann Adnan Kanuric. Trotz klarer Feldvorteile blieb es bei der knappen Führung.
Mit Fortdauer der ersten Halbzeit fanden die Gäste besser ins Spiel, setzten sich phasenweise in der Hälfte der Hausherren fest, während Bregenz auf Umschaltmomente lauerte. Zwingende Aktionen blieben bis zur Pause allerdings Mangelware.
Fussball, 2. Liga, 19. Spieltag
SW Bregenz – Austria Klagenfurt 1:1 (1:0)
Bregenz, ImmoAgentur Stadion, 1000 Zuschauer, SR Bosnjak
Torfolge: 13. 1:0 Stefanon, 68. 1:1 Jandrisevits
Gelbe Karten: Tartarotti bzw. Oda, Jandrisevits, Kanuric
Gelb-rote Karte: 52. Oda (wiederholtes Foulspiel/Klagenfurt)
SW Bregenz: Gschossmann; Martinovic, Bangura, Marceta, Gembalies, Marte; Maksimovic, Rossi (58. Crnkic), Nussbaumer (72. Zaizen), Tartarotti; Stefanon (81. Bonaventure)
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Kärntner erneut aktiver und kombinationssicher. Bregenz tat sich schwerer, Akzente zu setzen, hatte aber in Johannes Tartarotti einen Antreiber im Mittelfeld. In der 52. Minute führte ein wiederholtes Foul von Almir Oda an Stefanon zur Gelb-Roten Karte für den Klagenfurter. Den fälligen Freistoß setzte Tartarotti eine Minute später an die Querlatte.
Die Überzahl brachte jedoch nicht die erhoffte Sicherheit. In der 68. Minute nutzte Austria Klagenfurt eine Unachtsamkeit in der Defensive eiskalt aus. Nach einer präzisen Flanke stand Elias Jandrisevits im Strafraum völlig frei und erzielte trotz Unterzahl den verdienten Ausgleich zum 1:1.

Auf den Rängen machte sich Unmut breit, die Schwarz-Weißen erhöhten in der Schlussphase nochmals das Tempo. Der eingewechselte Bonaventure Lendambi hatte in der 83. Minute die große Chance auf den Siegtreffer, ließ diese jedoch ungenutzt. Kurz vor dem Abpfiff hatten die Hausherren zudem Glück, als Marc Andre Schmerböck aus kurzer Distanz den Ball nicht entscheidend traf.

Am Ende blieb es beim Remis, das sich für SW Bregenz wie eine Niederlage anfühlte. Der dringend benötigte Befreiungsschlag im Abstiegskampf blieb aus – die Mission Klassenerhalt begann für die Heraf-Elf mit einem herben Dämpfer.