Alles für den Befreiungsschlag

Für SW Bregenz ist ein Heimsieg morgen, 18 Uhr über Admira Wacker fast schon Pflicht.
Bregenz Jan Stefanon hat in seiner Laufbahn als Fußballer schon einiges miterlebt. Dabei vor allem Positives. Denn der mittlerweile 27-Jährige ist schon so etwas wie ein Meistergarant. Zweimal durfte der Angreifer nämlich schon über Meistertitel in der 2. Liga und den damit verbundenen Aufstieg in die Bundesliga jubeln. 2022 war der Hohenemser Teil der Meistertruppe von Austria Lustenau, 2024 verhalf er dem Grazer Traditionsverein AK zum gleichen Kunststück. Dazu wurde mit seinem Heimatverein VfB Hohenems Meister der VN.at-Eliteliga.
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Abstiegskampf statt Titelwunsch
Doch seit seiner Rückkehr aus der grünen Steiermark im Sommer 2024 hat sich das Blatt in eine andere Richtung gewendet. Beim SW Bregenz ist Kampf gegen den Abstieg angesagt. „Dabei ist der Druck in beiden Situationen da. Der kleine, aber feine Unterschied ist eben, dass der Druck, um den Meistertitel mitzuspielen, vor allem positiv behaftet ist. Der Druck im Kampf gegen den Abstieg ist da schon eher negativ anzusehen“, erklärt der Hohenemser das Wechselbad der Gefühle.
Dabei hadert Stefanon in dieser Saison vor allem damit, „dass wir eigentlich eine richtig intakte Truppe haben, die immer alles gibt, sich nie hängen lässt und unbedingt bessere Ergebnisse einfahren möchte. Deswegen tut es umso mehr weh, wenn sich die Erfolgserlebnisse im aktuellen Frühjahr nicht einstellen“.

Die Spiele werden weniger
Persönlich kann der 27-Jährige auf viel Spielzeit zurückblicken, in der er vor allem unter Coach Andreas Heraf immer besser zu überzeugen wusste. „Ich, aber die gesamte Truppe, ist körperlich in guten Zustand. Das kommt meinem Spiel natürlich immens zugute, ich lebe auch von meiner Kraft, kann so meine Schnelligkeit besser ausspielen. Durch die viele Spielzeit hat sich das zuletzt nochmals gesteigert. Gott sei Dank bin ich auch in den letzten Monaten verletzungsfrei geblieben“, so Stefanon, der dem Spiel morgen gegen den großen Favoriten Admira Wacker einen sehr hohen Stellenwert für den Rest der Saison beimisst: „Es ist höchste Zeit, dass wir im Frühjahr endlich unser erstes Spiel gewinnen. Denn uns bleibt ja auch nicht verborgen, dass die Matches bis zum Saisonende immer weniger werden. Mit einem Heimsieg, der in Wahrheit schon fast Pflicht ist, können wir einen Umschwung für den Kampf um den Klassenerhalt sorgen. Und ich bin überzeugt davon, dass wir den auch holen können“.

Leistungssteigerung nötig
Dafür braucht es aber im Vergleich zur 0:2-Niederlage vom Dienstag gegen den FAC eine klare Leistungssteigerung weiß Stefanon, „denn da waren wir ehrlicherweise nicht gut. Für morgen heißt es ‚Abhaken‘ und erneut mit vollem Elan an die Sache herangehen“.

Dabei soll dem flinken Außenstürmer auch der Einsatz von Neuzugang Bonaventure Lendambi zugunsten kommen. Der 20-Jährige konnte bei seinen ersten drei Einsätzen für SWB überzeugen und trug sich bei Liefering auch schon in die Torschützenliste ein. „Seine Spielweise hilft mir sehr. Er ist einer, der auf jeden Ball geht, immer seine Füße im Spiel hat. Da kann ich mit meiner Schnelligkeit von profitieren. Und ich kann mich darauf verlassen, dass er im Strafraum lauert auf meine Hereingaben“, so der Hohenemser, über eine der Möglichkeiten für den Befreiungsschlag in Schwarz-Weiß.
