Lebensfroh, selbstkritisch und zuweilen auch sarkastisch: Wie Skicrosserin Sonja Gigler nach Rückschlägen neu angreift

Köpfe von morgen 2026: Skicrosserin Sonja Gigler (24) aus Hard hat gelernt zu kämpfen und sich durchzusetzen.
Hard Skicross ist keine Sportart für Zartbesaitete. Sprünge, Wellen und Steilkurven sind zu bewältigen – und das jeweils in Vierer-Heats. Direkte Duelle mit bis zu drei Gegnern, da ist Durchsetzungsvermögen gefragt. Eine Eigenschaft, die Sonja Gigler auszeichnet, auch in privater Hinsicht.

Aufgewachsen in Sibratsgfäll, stand sie schon in jüngsten Jahren auf Skiern. Dennoch war Skifahren nicht ihre einzige Sportart, auch wenn sie schon früh das richtige Gefühl dafür entwickelte. Das Turnen hatte es ihr angetan, was sich schließlich als gute Voraussetzung für die spätere Entwicklung erweisen sollte. Gigler gewann als Teamturnerin mit der Mannschaft zwei Staatsmeistertitel.

Diese frühe Vielseitigkeit prägt die in Hard lebende Gigler noch heute. Später besuchte sie das Skigymnasium Stams und gehört nunmehr seit Mai 2024 dem Polizeisportkader des österreichischen Innenministeriums an. Dafür absolvierte sie die Grundausbildung in der Schweiz.

Viele kennen Gigler als sehr lebenslustig, sie selbst behauptet von sich, eine sarkastische Ader zu haben. Vor allem ihre Witze können zuweilen sehr pointiert ausfallen. “Das kommt nicht immer gut an”, weiß die 24-Jährige. In sportlicher Hinsicht ist die Skicrosserin durchaus selbstkritisch. So geschehen bei ihren ersten Olympischen Winterspielen.
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Klar, Gigler musste aufgrund ihrer zwei Kreuzbandrisse mental einiges verdauen. Doch in Livigno zeigte sich, dass sie sich zu sehr unter Druck gesetzt hatte und mental nicht für die Rennen bereit war. Deshalb zog sie sich nach Olympia zurück – und wird stärker zurückkehren. Auch das ist Sonja Gigler.