Rehabilitation ist angesagt

Auswärts bei Sturms Amateuren will und muss Austria Lustenau eine Reaktion auf Heimpleite gegen Vienna zeigen.
Lustenau Es wird ein ganz wichtiges Spiel für die Grün-Weißen aus Lustenau, wenn man morgen auswärts, 14.30 auf die Amateure von Sturm Graz trifft. In gewissen Sinne auch richtungsweisend. Denn nach dem blamablen 0:3 letzte Woche zu Hause gegen den Mittelständler der 2. Liga Vienna FC zählt gegen die jungen Blackies nur ein Sieg.

Um, zum einen, der Konkurrenz im Kampf um den Meistertitel zu zeigen, dass die Niederlage ein Ausrutscher war, zum anderen, um in der Tabelle keinen Deut zurückzuweichen. Es braucht eindeutig drei Punkte. Für die es eben aber einen deutlich anderen Auftritt als bislang im Frühjahr benötigt. Denn unterm Strich waren die gebrachten Leistungen in den zwei Spielen gegen Kapfenberg und Vienna alles andere als das Gelbe vom Ei. “Wir waren gegen die Vienna einfach in ganz vielen Belangen hinten dran. Vor allem was Leidenschaft und Einstellung betraf. Das war alles in allem zu wenig”, blickt Austrias Cheftrainer nochmal zurück.
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Die zweitbeste Defensive mit nur 16 Gegentoren – der FAC kassierte nur elf Treffer – stieß aufgrund fehlender Offensivbemühungen erstmals im Laufe der Saison an ihre Grenzen. Zwei Spiele, vier Gegentore. Gleich deren drei gab es in der Spielzeit 2025/26 überhaupt nur einmal, im Herbst auswärts beim KSV (1:3).

Im Lager der Lustenauer ist man sich deshalb bewusst, “dass es bei Sturm Graz II einen ganz anderen Auftritt brauchen wird, um mit Punkten ins Ländle zurückzukehren. Jeder einzelne Spieler muss eine klare Steigerung hinlegen. Aber das wissen die Jungs auch”, erklärt Mader und macht auch gar keinen Hehl daraus, “dass wir, bei allem Respekt vor Sturms Amateuren, das Spiel gewinnen müssen, wenn wir den Anspruch stellen, um den Meistertitel mitspielen zu wollen”.
Umstellungen in der Startelf
Dafür wird der 57-Jährige auch Umstellungen im Team vornehmen. Die zuletzt gezeigten Leistungen in Spielen und Trainings veranlassen den Trainer dazu: “Wir als Trainerteam schauen ja jeden Tag genau auf die Leistungen. Und es geht einzig und allein darum, wer mit wie viel Biss und mit welcher Attitüde ans Werk geht. Daraus ergibt sich dann auch die Aufstellung die Startelf”, so Mader. Mario Vucenovic und Lenn Jastremski gelten dabei als große Anwärter, in Gleisdorf von Beginn an am Platz zu stehen.

Ob Austrias Schaltzentrale Pius Grabher nach abgesessener Gelbsperre tatsächlich wieder auf dem Platz zu sehen sein wird, bleibt aber noch offen. Der zentrale Mittelfeldspieler zog sich letzte Woche eine Muskelverhärtung zu, konnte erst am Donnerstag wieder ins Training einsteigen. “Bei ihm müssen war abwarten, wie er auf das Abschlusstraining reagiert.”.
Ein Plan für drei Punkte bei Sturms Amateuren hat man sich unter der Woche zurechtgelegt, “auch wenn es gegen eine junge und intensiv auftretende Truppe geht. Wir wollen unbedingt den Sieg holen. Auch mit Hinblick auf die nächste Partie auswärts beim FAC. Aber jetzt gilt der Fokus nur den Steirern”.