So feierte der EHC Lustenau seinen Meistertitel

Im entscheidenden ÖEL-Finalspiel gelang den Löwen ein 5:3-Sieg gegen Kapfenberg.
Lustenau “Das ist einfach nur super.” Dieser Gedanke ging nach 60 nervenaufreibenden Minuten nicht nur Lustenau-Stürmer Chris D’Alvise durch den Kopf. Die Gastgeber setzten sich vor einer beeindruckenden Kulisse von 2200 Zuschauern im entscheidenden Match mit 5:3 gegen Kapfenberg durch. Damit beendeten die Lustenauer eine lange Wartezeit und holten sich in der ÖEL erstmals den Titel. Zuletzt feierte der Verein im Jahr 2015 in der Inter-National-League eine Meisterschaft. Für Coach Daniel Fekete bildete der 2:1-Ausgang der Finalserie die logische Konsequenz der harten Arbeit.
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“Wir waren über die gesamten drei Spiele die bessere Mannschaft”, erklärte der Trainer. Zwar machten es die Mürztaler im letzten Drittel noch einmal spannend, als sie durch einen Doppelschlag von Christoph Draschkowitz (51.) und Stefan Trost (52.) innerhalb von nur 81 Sekunden auf 4:3 verkürzten. “Wir waren konditionell hervorragend aufgestellt und das gab am Ende den Ausschlag”, so Fekete.

Routine als Trumpf
Einen Knackpunkt der Partie bildete der verletzungsbedingte Ausfall von KSV-Torhüter Felix Nussbacher im zweiten Drittel. Bis zu diesem Zeitpunkt bewahrte er die Gäste vor einem höheren Rückstand. Letztlich setzte sich jedoch die individuelle Klasse der EHC-Routiniers durch. Allen voran brach der 40-jährige D’Alvise mit einem Triplepack (34./49./55.) die Gegenwehr der Steirer. Martin Grabher Meier, der im Play-off mit D’Alvise die Scorerliste anführte, brachte es auf den Punkt: “Die langjährige Erfahrung im Kader war in den entscheidenden Phasen ein großer Vorteil”, meinte der 42-Jährige.

Gelernt aus dem Vorjahr
Bei der Vereinsführung überwog vor allem ein Gefühl: Erleichterung. “Es fällt ein riesiger Stein vom Herzen”, gestand Präsident Herbert Oberscheider. Er zollte dem Gegner großen Respekt, hob aber gleichzeitig die Entwicklung seiner eigenen Mannschaft hervor: “Wir haben aus der letzten Saison gelernt und unsere Fehler nicht ein zweites Mal gemacht.” Zur Erinnerung: Im Vorjahr scheiterte der Meisterschaftsfavorit noch überraschend im Halbfinale. Auch Kapitän Dominik Oberscheider zeigte sich stolz auf die Moral der Truppe: “Alle haben von uns erwartet, dass wir nach dem souveränen Grunddurchgang auch im letzten Match als Sieger vom Platz gehen. Das war nicht immer einfach, aber es ist ein Wahnsinn, dass wir das nun geschafft haben.”

Lustenauer Zukunftspläne
Während die Spieler den Triumph auf dem Eis lange genossen, warfen erste Personalien bereits ihre Schatten voraus. Meistertrainer Fekete macht aller Voraussicht nach weiter. Eishockey-Haudegen Grabher Meier denkt noch über ein mögliches Karriereende nach: “Ich muss schauen, was der Körper sagt und wie es um die Motivation steht.” Präsident Oberscheider richtete den Blick hingegen schon fest auf die kommende Spielzeit: “Wir wollen weitere junge Spieler erfolgreich in den Kader einbauen.” Für die Zukunft der frischgebackenen Meister äußerte der Präsident zudem einen klaren Wunsch: “Wenn sich ein Hauptsponsor meldet, nehmen wir ihn sehr gerne.”



