“Jetzt die Nerven nicht verlieren”

Sport / 01.04.2026 • 16:58 Uhr
"Jetzt die Nerven nicht verlieren"
Bregenz Handball-Coach Marko Tanaskovic hat mit seinen Spielern einen schweren Job, will man ind er Liga bleiben.

Bregenz Handball muss mit roter Laterne um den Hals gegen Abstieg kämpfen.

Bregenz Am Samstagabend war es gewiss: Österreichs Rekordmeister Bregenz Handball muss nach dem 36:35-Sieg von Hollabrunn über Bärnbach/Köflach als Tabellenletzter in die letzten drei Spiele im Grunddurchgang der HLA gehen.
Drei Begegnungen, die man, wollen die Bregenzer überhaupt noch um einen Platz unter den ersten acht Mannschaften mitreden, gewinnen muss. „Aber auch damit wäre es nicht gewiss, dass wir ins Meister-Play-off einziehen. Dafür müssten noch andere Ergebnisse zu unseren Gunsten eintreten. Was aber unsere Ziele nicht schmälern wird: Wir wollen die Matches bis zum Ende des Grunddurchganges alle gewinnen“, weiß Geschäftsführer Björn Tyrner und setzt gleichzeitig ein Ausrufezeichen, voll an die Mannschaft zu glauben: „Auch, wenn die Ergebnisse zuletzt ja nicht dafür sprechen. Aber wir arbeiten alle gemeinsam im Verein intern mit Hochdruck daran, doch noch den Bock umzustoßen“.

Klaren Kopf behalten

Für den Geschäftsführer, der offen zugibt, dass, „hier bei uns sich ja keiner so richtig mit dem Thema Abstiegskampf auskennt, da dieses Szenario für jeden hier Neuland ist“, steht jetzt die Ruhe im Klub und im näheren Umfeld der Mannschaft ganz oben auf der Agenda: „Vielleicht leichter gesagt als getan. Aber gerade jetzt gilt, die Nerven nicht zu verlieren, einen klaren Kopf und Ruhe zu behalten. Alles andere bringt die junge Mannschaft, die natürlich auch verunsichert ist, nicht weiter.

Björn Tyrner ist dankbar für das sportlich faire Entgegenkommen von Linz. 
Björn Tyrner setzt darauf, “jetzt im Verein nicht die Nerven zu verlieren”. 

Dafür braucht es in den nächsten zwei Wochen bis zum Auswärtsspiel bei Schwaz laut Tyrner viele Gespräche mit den Akteuren, „um so jeden Einzelnen mental zu unterstützen. Dieser Aspekt wird in den nächsten Wochen eine ganz große Rolle spielen“.
Denn der 41-Jährige muss in seiner Rolle auch für das „Worst Case Scenario“ sprich einer Teilnahme in der Abstiegsrunde vorzubauen: „Jeder Sieg in unserer Situation hilft, um Selbstvertrauen aufzubauen für den eventuellen Kampf gegen den Abstieg“. Mit Hollabrunn und HSG Graz trifft man im Grunddurchgang eben noch auf zwei direkte Konkurrenten, „mit Siegen gegen diese Teams wollen wir uns einen mentalen Vorteil herausarbeiten. Aber jetzt gilt erst mal der volle Fokus Schwaz“.
Was das Sportliche auf dem Parkett betrifft, ist für Tyrner klar, „dass wir ab sofort unsere Deckungsarbeit verbessern. Wir erhalten einfach zu viele Gegentore, das wissen wir ja auch nicht erst seit heute. Trotzdem: Ab sofort ist es egal, ob es ein schön anzusehender Handball ist oder nicht. Oberstes Gebot: Weniger Gegentore“.

Glaube an eingeschlagenen Weg

An welchen Augenblicken die Talfahrt des österreichischen Rekordmeisters festzumachen sind, kann Tyrner nicht ausmachen, „dennoch glaube ich nach wie vor an unseren eingeschlagenen Weg, mit vielen jungen Spielern in die Saison zu gehen. Aber vielleicht sind wir ein wenig zu mutig an die Sache herangegangen. Dem stelle ich mich auch“, so der 41-Jährige, der weiters erklärt, „dass wir alle es im Herbst versäumt haben, Spielern wie Louis Mönch oder Mindaugas Dumcius mehr Erholungsphasen zu gönnen. Ihnen merkt man jetzt den Kräfteverschleiß deutlich an“.
Hilft leider nichts: Jetzt heißt es auf die Zähne beißen, will man eine historische Pleite abwenden.