Harder Hoffen auf “eigene” Cup-Gesetze

Sport / 03.04.2026 • 12:47 Uhr
Alpla HC Hard
Matthias Hild und Alpla HC Hard gingen in dre Liga bislang gegen Vöslau leer aus. Heute soll sich das ÖHB-Cup ändern, der Einzug ins Final Four steht auf dem Spiel.

Für rote Teufel vom Bodensee hängen morgen die Trauben im ÖHB-Cup-Viertelfinale bei Vöslau sehr hoch.

Hard Am Osterwochenende steht für den ALPLA HC Hard eine richtungsweisende Aufgabe im ÖHB Cup bevor: Die „Roten Teufel“ treffen morgen, 17.15 Uhr im Viertelfinale auswärts auf die roomz JAGS Vöslau. Es geht um nichts weniger als den Einzug ins Final Four.
Die Vorzeichen sprechen dabei zunächst nicht für die Vorarlberger. In der laufenden Saison der HLA Meisterliga blieb Hard gegen die Niederösterreicher bislang ohne Erfolg. Beim Gastspiel im Oktober setzte es mit 24:35 die deutlichste Niederlage der Saison, im Rückspiel im März zeigte sich das Team zwar klar verbessert, musste sich am Ende aber dennoch mit 26:30 geschlagen geben.

Pokal steht für Überraschungen

Doch der Cup hat bekanntlich seine eigenen Gesetze – und genau darin liegt die Hoffnung der Harder. Dass im Pokalbewerb Überraschungen möglich sind, zeigt ein Blick auf die bisherigen Runden: Mit den Spiders Wels und dem UHC busta Eggenburg stehen gleich zwei Zweitligisten im Viertelfinale, während mehrere Erstligisten frühzeitig ausschieden.
Der ALPLA HC Hard selbst unterstrich seine Ambitionen bislang eindrucksvoll. Nach einem Freilos in der ersten Runde feierte das Team einen souveränen 42:25-Erfolg gegen Koppensteiner WAT Fünfhaus und ließ auch im Achtelfinale beim klaren 36:23 gegen die Perchtoldsdorf Devils/JAGS nichts anbrennen. Die Vöslauer wiederum stiegen erst im Achtelfinale ein und setzten sich dort mit 32:27 gegen Bregenz Handball durch.

Spannung garantiert

Nun wartet das alles entscheidende Duell – ein klassisches K.o.-Spiel mit klaren Vorzeichen: Verlieren verboten. Bei einem Unentschieden nach regulärer Spielzeit würde die Entscheidung in der Verlängerung fallen. Trotz der schwierigen Ausgangslage reist Hard mit klarer Zielsetzung nach Niederösterreich.

Harder Hoffen auf "eigene" Cup-Gesetze
Leonie Sgonc geht voll motiviert in das Cup-Viertelfinale.

Lennio Sgonc bringt die Marschroute auf den Punkt: „Dieses Jahr konnten wir Vöslau in der Liga leider noch nicht schlagen und der Schmerz sitzt noch tief. Umso größer ist jetzt unsere Motivation, das im Cup zu schaffen. Wir werden uns diese Woche intensiv auf das Spiel vorbereiten und alles daran setzen, am Wochenende unsere beste Leistung abzurufen. Unser klares Ziel ist es, alles zu geben und uns den Einzug ins Final-Four zu sichern.“

Harder Hoffen auf "eigene" Cup-Gesetze
Hards Trainer Hannes Jon Jonsson sieht durchaus gute Chancen auf den Einzug ins Final Four, obgleich die Vöslauer als Favorit gelten.

Hards Trainer Hannes Jon Jonsson weiß auf jeden Fall, mit welchem Kaliber es zu tun bekommt: “Eine schwierigere Aufgabe gibt es momentan nicht im Österreichischem Handball. Wir reisen neun Stunden mit dem Bus und spielen dann gegen den Tabellenführer, aber im Sport ist immer alles möglich und
der ÖHB Cup hat seinen eigenen Charakter und seine eigenen Chancen. Wir waren chancenlos letztes mal im Ligaspiel in Vöslau und wollen ganz anders auftreten als damals. Die Vöslauer sind enorm stark diese Saison mit Spielern wie Thomas Bauer, Florian Kaiper, Roger Ginger Duran, Abrahao Silveira, Jan Kovacec, Eduardo Mendonca, Raphael Muck, Jonas Dell, Moritz Bachmann,
Romas Kirveliavicius an Bord. Die sind für mich mit Abstand DAS Team, das es zu schlagen gilt, wenn man heuer etwas erreichen will. Wir freuen uns auf die Herausforderung! “


Dieses steigt bereits wenige Wochen später, am 24. und 25. April, in der Sport Arena Wien – und genau dort wollen die Harder unbedingt dabei sein.